Dienstag, 21. November 2017

An der Börse spekulieren und Geld verdienen

Sein Geld langfristig an der Börse anzulegen und über die Jahrzehnte hinweg eine überdurchschnittliche Rendite im Vergleich zu konventionellen Anlageformen zu erzielen, um damit den Lebensabend finanziell abzusichern, ist eine Seite der Medaille. Die andere Seite besteht darin, zu leben, und zwar hier und heute. Und dafür braucht ein Anleger Geld.

Viele spekulativ eingestellte Verbraucher versuchen, über die Börse ein regelmäßiges Nebeneinkommen zu erzielen. Das ist mit einer konservativen Anlagestrategie nicht zu schaffen. Der Aktienmarkt bietet aber auch vielfältige Möglichkeiten, kurzfristige Spekulationsgewinne zu erzielen. Ein Privatanleger muss sich jedoch jeder Zeit darüber im Klaren sein, dass nicht jede Börsenbewegung sicher vorherzusagen ist, immer Überraschungen auftreten können, auch durch äußere politische oder andere Einflüsse, und dass er wie alle anderen Anleger die Erfahrung machen wird, auch einmal investiertes Geld unwiderruflich zu verlieren. Wenn sich ein Anleger aber einen bestimmten Betrag, der für keinen anderen Einsatzzweck eingeplant ist, zum Spekulieren an der Börse zurücklegt, kann er damit hübsche Gewinne erzielen. Auf keinen Fall sollte aber ein Kredit zu Spekulationszwecken aufgenommen werden. Ein glückliches Börsenhändchen lässt sich nicht programmieren.

Professionelle Broker haben viele Bücher über sichere Spekulationsstrategien geschrieben, alle setzen jedoch voraus, dass sich der interessierte Anleger Erfahrungen an der Börse gesammelt hat und sich ein ausreichendes Wissen über den Börsenhandel, die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die Finanzsituation seines Anlageraumes angelesen hat. Ohne Hintergrundinformationen geht es nicht, denn die Börse ist kein Glücksspiel. Sind die Voraussetzungen jedoch erfüllt, kann er sich eine Strategie heraussuchen und die Märkte nach einem geeigneten Spekulationsobjekt durchsuchen.

Eine bewährte Strategie besteht beispielsweise darin, Ausschau zu halten nach werthaltigen Unternehmen, die zurzeit unterbewertet sind, also ein im Vergleich zu anderen Unternehmen in der gleichen Branche ein deutlich auffällig niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) aufweisen. Ein geschicktes Investment in Übernahmekandidaten kann jederzeit zu überraschenden Kursgewinnen führen. Aufmerksames Lesen der Fachpresse führt meist dazu, dass ein Anleger auf Anhieb einige Unternehmen findet, die für eine Übernahme durch ein stärkeres Unternehmen in Frage kommen. Das Studium der Börsenzyklen lohnt sich. Langfristige Kondratieff / Kondratjew Zyklen, mittelfristige Börsenzyklen, oder die Investitionszyklen, die sich auf das Amtsjahr der amerikanischen Präsidenten beziehen, sind zwar Theorie, werden jedoch durch die Praxis immer wieder bestätigt. Wer vor diesem Hintergrund geschickt investiert und sich darüber hinaus die Gesetzmäßigkeiten der technischen Aktienanalyse einprägt, dem sind Aktiengewinne sicher.

Wenn sich ein Anleger jederzeit bewusst ist, dass jeder Euro, der an der Börse verdient wird, ein anderer Anleger vorher verloren haben muss, ist das eine gute Voraussetzung für vorsichtiges Spekulieren.
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