Dienstag, 19. September 2017

Mit der Steuersoftware Elster die Steuer machen

Der Steuerpflichtige hat die Wahl seine Steuererklärung in herkömmlicher Weise, d.h. mit manuell ausgefüllten Formularen, beim Finanzamt einzureichen oder seine Erklärung mit Hilfe einer Software zu erstellen. Die Steuerformulare kann sich jeder Bürger bei den Finanzämtern holen. Wer über einen Computer verfügt, kann sich diesen Weg sparen. Die Steuerverwaltung von Bund und Ländern stellt ein Programm zur Erstellung und elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen, Steueranmeldungen und Lohnsteuerbescheinigungen zur Verfügung. Dabei sind Anmeldungen und Bescheinigungen für Unternehmer bzw. Arbeitgeber interessant.

Der gewöhnliche Steuerzahler begnügt sich in der Regel mit dem Formular zur Einkommensteuererklärung im Papierformat. Steuererklärungen, die elektronisch per ELSTER übermittelt werden, bearbeiten die Finanzämter jedoch bevorzugt. Die Bezeichnung ELSTER steht dabei für "Elektronische Steuererklärung". Bei einer zu erwartenden Steuererstattung ergibt dies einen geldwerten Zeitvorteil gegenüber der herkömmlich eingereichten Formularerklärung für den Bürger.

Die Software erhält der Nutzer als CD beim Finanzamt oder als Download von der Internetseite http://www.ElsterFormular.de. Nach der Installation und dem Öffnen des Programms füllt der Anwender offline die Formularseiten, beginnend mit dem so genannten Mantelbogen am Bildschirm, aus. Die eingegebenen Daten werden von Elster Formular auf Plausibilität geprüft. Gegebenenfalls wird auf fehlende oder unbedingt notwendige Angaben hingewiesen. Es handelt sich hierbei jedoch aus rechtlichen Gründen nur um eine Ausfüllhilfe. Um den späteren Steuerbescheid noch überprüfen zu können, kann der Bediener ein integriertes Rechnungsmodul nutzen.

Dieses berechnet die festzusetzende Steuer und die Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung. Nach dem Ausfüllen werden die Daten verschlüsselt mit dem elektronischen Übermittlungsmodul per Internet an das zuständige Finanzamt gesendet. Der zu erstellende Kurzausdruck enthält eine Telenummer als Nachweis und muss eigenhändig unterschrieben beim Finanzamt eingereicht werden.

Wer seine Einkommensteuererklärung digital signiert, benötigt nicht einmal diese gedruckte Kurzform. Zur digitalen Signatur eigenen sich das kostenlose Software-Zertifikat der Finanzverwaltung, ein käuflich zu erwerbender Elster-USB-Stick oder eine kostenpflichtige Signaturkarte. Als Systemvoraussetzung sollte der Anwender über das Betriebssystem Microsoft 2000 und höher, eine Grafikkarte mit einer Auflösung von 800 x 600 Punkten, 128 MB Arbeitsspeicher, mindestens über 200 MB freien Festplattenspeicher sowie einen Internetzugang verfügen.

Für Unternehmer ist das Elsteronline-Portal eine Alternative, erspart es doch das jährliche Herunterladen und die Installation des Programms. Das kostenlose Elster Formular bzw. Elsteronline verfügt über keine steuerberatende Funktionalität wie die käuflichen Steuerprogramme und setzt auch Steuerrechtskenntnisse voraus. Neben dem Elstermodul zur elektronischen Übermittlung der Daten verfügen Programme wie Taxman, Quicksteuer oder WISO Sparbuch über Bedienkomfort und Funktionsvielfalt. Ob Interview-Modus, erläuternde Videos, Musterbriefe oder Szenario-Rechner, für den Steuerlaien liefert diese Software einen sicheren Leitfaden durch den teils undurchdringlichen Dschungel der Gesetze und geben Tipps für Steuersparmöglichkeiten.
 
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