Mittwoch, 20. September 2017

Hypothek Tilgung - Dauer, tilgungsfreie Zeit

Zum Kauf der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses wird fast immer Fremdkapital benötigt, wobei das Hypothekendarlehen nach wie vor die beliebteste Form der Baufinanzierung darstellt. Dabei hat man die Wahl zwischen den verschiedensten Varianten einer solchen Hypothek. Zunächst einmal sollte man dabei die Zinssätze der einzelnen Angebote miteinander vergleichen, da diese von Bank zu Bank doch recht unterschiedlich ausfallen können. Nur Hypotheken mit einem geringen, also vertretbaren Zinssatz sollten dabei überhaupt für die Finanzierung des Eigenheims in Betracht gezogen werden.

Weiterhin ist bei der Aufnahme der Hypothek oft einiges Verhandlungsgeschick gefragt. Denn auch bei der Rückzahlung des Darlehens, sprich der Tilgung, gibt es teils massive Unterschiede zwischen den Angeboten. Hierbei sollte man in jedem Fall auf eine Rate achten, die man sich letztlich auch leisten kann. Die Tilgung wird dabei zu Beginn des Darlehens meist sehr gering ausfallen. Üblich sind hierbei ein Prozent Tilgung und fünf oder mehr Prozent Zinsen, die gezahlt werden.

Da es sich bei den Hypothekendarlehen aber in der Regel um Annuitätendarlehen handelt, wird sich im Laufe der Zeit eine Umkehr bei der Verteilung von Zins und Tilgung ergeben. Der Betrag, der zur Tilgung eingesetzt wird, steigt mit jeder weiteren Rate, die Zinszahlung hingegen sinkt, da sie immer nur auf den noch verbleibenden Betrag berechnet wird. Die Höhe der Raten bleibt dabei jedoch unverändert, sodass man hierbei eine sehr gute Planungsgröße erhält, die ungeheuer wichtig, für eine solide Kalkulation ist.

Andererseits gibt es aber auch Hypotheken, in denen eine tilgungsfreie Zeit vereinbart wird. Diese Hypotheken sind aber zunehmend seltener und man muss hier länger Zinsen auf den vollen Darlehensbetrag zahlen, was auch nicht immer von Vorteil ist. Einige der Hypotheken bieten auch eine komplette Tilgungsfreiheit an. Dafür muss dann allerdings zeitgleich eine Lebensversicherung abgeschlossen werden. Wird diese ausgezahlt, soll damit die Hypothek auf einen Schlag bezahlt werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt sind nur Zinsen auf die Hypothek zu zahlen. Nebenher fallen aber die Beiträge für die Lebensversicherung an, sodass man genau kalkulieren muss, ob man hier tatsächlich einen Vorteil erhält, oder eben auch nicht.

Die Dauer, bis die Hypothek dann endgültig abbezahlt ist, hängt immer davon ab, wie hoch die Raten gewählt werden. Je höher diese sind, desto schneller kann auch die Hypothek abgetragen werden. Allerdings sollte man keine zu hohen Raten wählen, da man hierdurch auch schnell in die Schuldenfalle geraten und diese nicht mehr bezahlen kann. Hier ist ebenfalls eine genau Kalkulation der eigenen Möglichkeiten anzuraten, bevor man sich endgültig für eine Ratenhöhe entscheidet.
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