Dienstag, 21. November 2017

Wie funktioniert eine telegrafische Überweisung?

Wenn Geldbeträge schnell oder termingerecht den Besitzer wechseln müssen, haben Bankkunden die Möglichkeit einer telegrafischen Überweisung. Bei dieser unbaren Zahlungsform, egal ob Inlands- oder Auslandszahlung, wird die Bank des Begünstigten auf "bestmöglichem Kommunikationsweg" über den Eingang der Zahlung in Kenntnis gesetzt.

Dies geschieht heut nicht mehr, wie zu vermuten, auf telegrafischem Weg (Telex), sondern über ein System namens SWIFT Prior 01 oder auch Eil-SWIFT genannt. SWIFT steht dabei für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, einer internationalen Genossenschaft der Geldinstitute, die über ein Telekommunikationsnetz Finanztransaktionen zwischen Banken, Brokerhäusern, Börsen und anderen Instituten, in mehr als 200 Ländern weiter leitet. Es werden jeden Tag im Durchschnitt zwölf Millionen SWIFT - Nachrichten ausgetauscht.

Im Fall einer Inlandsüberweisung wird der Betrag noch am selben Tag dem Empfänger gutgeschrieben. Das heißt, die Überweisung wird gleichtätig weitergeleitet und steht dem Empfänger sofort zur Verfügung. Außerdem erhält die Bank des Empfängers eine sog. Avise, eine Benachrichtigung welche detaillierte Informationen über die eingegangene Zahlung, wie zum Beispiel den Zahlungsbetrag, das Zahlungsdatum, mögliche Differenzgründe und verschiedene identifizierende Angaben beinhalten. Diese wird dann direkt an den Kunden weiter geleitet oder er wird, bei entsprechend hohen Beträgen über den Eingang der Zahlung informiert. Bei Auslandsüberweisungen geschehen Gutschrift und Benachrichtigung nach ca. zwei bis drei Tagen.

Eine Telegrafische Überweisung kann zum einen auf elektronischem Weg und zum anderen mittels eines Beleges veranlasst werden. Dafür händigen die Banken telegrafische Überweisungsformulare aus. Je nach Form der Veranlassung einer solchen Überweisung, gestallten sich auch die Kosten: für eine auf elektronischem Weg veranlasste Zahlung erheben die Banken in der Regel einen Betrag von fünf und für eine beleghaft veranlasste Zahlung einen Betrag von 10 Euro.

Ein klarer Vorteil einer telegrafischen Überweisung liegt in der kurzen Zeit die für eine Zahlung benötigt wird, das Geld steht dem Empfänger also sehr schnell zur Verfügung, was auch dem Zahlenden durchaus zu gute kommt, wenn es sich um zum Beispiel Immobiliengeschäfte handelt oder Waren erst nach Zahlungseingang geliefert werden, aber schnell benötigt werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass diese Form der Zahlung sehr sicher ist. Außerdem stellt die telegrafische Überweisung oft eine Alternative zur Zahlung per Kreditkarte dar.
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