Dienstag, 19. September 2017

Wie lange dauert eine Überweisung?

Eine Überweisung ist eine Art des Geldtransfers im Rahmen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Bei sog. Terminüberweisungen und Daueraufträgen ist das Datum der Gutschrift auf das Empfängerkonto durch den Kunden festgelegt. Bei Einmahlzahlungen kann die Dauer von Überweisungen je nach Art und Ziel variieren.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Frist für die Überweisung jeweils am nächsten Bankgeschäftstag nach der Erteilung des Überweisungsauftrags durch den Kunden beginnt. Als Bankgeschäftstage gelten hierbei alle Werktage, außer Samstage, an denen die beteiligten Banken für gewöhnlich geöffnet haben. Für den Fall, dass der 24. und 31. Dezember auf einen Wochentag fallen, gilt hier, dass an diesen beiden Tagen keine Überweisungen stattfinden.

Es gelten folgende Fristen:

  • bei Überweisungen in der gleichen Haupt- oder Zweigstelle eines Instituts: einen Bankgeschäftstag (bis zur Gutschrift auf das Empfängerkonto)
  • bei Überweisungen zwischen zwei Geschäftsstellen eines Instituts: zwei Bankgeschäftstage (bis zur Gutschrift auf das Empfängerkonto)
  • bei institutübergreifenden Inlandszahlungen: drei Bankgeschäftstage (bis zur Gutschrift auf das Empfängerkonto)
  • bei Auslandszahlungen innerhalb der EU: fünf Bankgesschäftstage (bis zur Gutschrift auf das Empfängerkonto)


Bei Überweisungen innerhalb der europäischen Union ist in der Regel das spezielle Formular "EU- Standardüberweisung" auszufüllen. Anstelle der Kontonummer und der Bankleitzahl des Empfängers ist hier die sog. IBAN ("International Bank Account Number") und der SWIFT- BIC ("Bank Identifier Code") anzugeben.

Die sog. telegrafische Überweisung ist ebenfalls eine sehr schnelle Form des unbaren Zahlungsverkehrs: Nach dem Ausfüllen eines telegrafischen Überweisungsformulars, erfolgt die Gutschrift auf das Empfängerkonto bei Inlandszahlungen meist noch am gleichen Tag. Die maximale Dauer liegt bei drei Bankgeschäftstagen. Genutzt wird dabei, genau wie bei der EU- Standartüberweisung, das Telekommunikationssystem der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunikation). Zusätzlich zur Gutschrift erhält die Bank des Empfängers eine Information über den Eingang der Zahlung, welche dann an den Kunden weitergeleitet wird. Für eine telegrafische Überweisung wird jedoch in der Regel eine Gebühr von 10 € erhoben. Neben dieser gibt es noch andere Formen der Überweisung, wie z.B. die SEPA- Überweisung.

Der Vorteil des Zahlungsverkehrs per Überweisung liegt in der Unabhängigkeit im Bezug auf Zeit und Ort. Während bislang solche Zahlungen meist durch Überweisungsformulare veranlasst wurden, geht der Trend heute eindeutig zur Online- Überweisung, was eine Erleichterung des Zahlungsverkehrs und die Senkung der Kosten nach sich zieht.
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