Sonntag, 24. September 2017

Zinsen bei einer 10 Jahre Geldanlage

Wer ein wenig Geld „übrig“ hat, der möchte dieses natürlich möglichst gewinnbringend anlegen. Doch welche Anlage rechnet sich hier am besten? Zunächst einmal kommt es darauf an, wie lange man das Geld anlegen möchte. Geht man einmal von einer Anlagedauer von 10 Jahren aus, so hat man mehrere Möglichkeiten.

Zum einen kann man sich ganz normal für ein Tagesgeldkonto entscheiden. Der Vorteil hierbei sind keinerlei Kosten, die durch die Geldanlage entstehen und vergleichsweise hohe Zinsen. Auch kann man jederzeit über das Geld verfügen und geht keinerlei Risiko ein.

Mehr Zinsen hingegen bringen Festgelder. Diese werden über einen bestimmten Zeitraum fest angelegt. Während der gesamten Laufzeit kommt man nicht an sein Geld heran. Will man das Geld vorzeitig abheben, ist mit Verlusten zu rechnen. Die Zinsen werden auch hier in der Regel für die gesamte Laufzeit festgelegt und sind damit auch vor einem Zinsverfall geschützt. Festgelder bieten eine weitere besonders sichere Geldanlage, bei der man nur dann mit Kosten rechnen muss, wenn man diese vorzeitig veräußert.

Noch etwas höhere Zinsen bringen Staatsanleihen. Diese sind ebenfalls vergleichsweise sicher, können über verschiedene Laufzeiten erworben werden. Auch hier wird der Zins für die gesamte Laufzeit festgelegt. Der Nachteil besteht hier in einem vorzeitigen Verkauf. Ist der marktübliche Zins gestiegen, so wird der Kapitalanlagebetrag entsprechend nach unten korrigiert. Dies liegt daran, dass ein Käufer trotz höherer marktüblicher Zinsen geringe Zinserträge aus der Anlage erhält, weil deren Zinssatz ja einmal niedriger festgelegt wurde und nicht mehr korrigiert werden kann. Damit dieser Verlust aufgefangen wird, muss der Kaufpreis gesenkt werden, was für den Verkäufer einen Verlust bedeutet. Bei gesunkenen Marktzinsen hingegen werden die Beträge entsprechend höher verkauft. So kann der Anleger natürlich auch Gewinn erwirtschaften. Hält man die Staatsanleihen hingegen über die gesamte Laufzeit, so stellen sie eine sichere Geldanlage mit vergleichsweise hohen Renditechancen dar.

Ebenfalls sind Fonds sehr beliebt. Diese bieten mit Abstand die höchsten Zinserträge, allerdings auch ein sehr hohes Risiko. Gerade geschlossene Fonds, die nur in ein einzelnes Objekt investieren, können bei Verlusten, die mit diesem erwirtschaftet werden, diese nicht durch Gewinne aus anderen Objekten wieder ausgleichen. Auch hat der Anteilseigner keine Chance während der Laufzeit seine Anteile zu veräußern. Dies ist nur mit Zustimmung des Fondsmanagements möglich und in der Regel mit erheblichen Verlusten verbunden. Bei offenen Fonds kann man hingegen auch während der Laufzeit aussteigen, diese bieten dafür etwas geringere Chancen. Da aber auch diese mit einem vergleichsweise hohen Risiko belastet sind, sollte man sich vor der Entscheidung für einen Fonds gut überlegen, ob man bereit ist, diese Risiken einzugehen.
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