Dienstag, 19. September 2017

Geldanlage für 10 Jahre

Bei einer sehr langen Anlagedauer von 10 Jahren, ist es eigentlich nicht möglich abzuschätzen, ob das Geld nicht doch dringend benötigt wird. Beispiele für kurzfristigen Geldbedarf sind eine länger andauernde Arbeitslosigkeit, schwere Krankheiten oder nicht erwartete Ereignisse wie Scheidungen und ähnliches. Es sollten daher Anlageformen bevorzugt werden, die bei Durchhaltevermögen zwar hohe Renditen versprechen, sich aber im Notfall auch schnell wieder auflösen lassen.

Es empfiehlt sich eine Anlage in Investmentfonds. Diese haben den Nachteil eines Aufgabeaufschlages, je nach Anlageart zwischen 0 - 6 % des investierten Betrages, verschiedener Verwaltungsgebühren des ausgewählten Fonds und oft nimmt die Depotbank auch eine Depotgebühr. Der große Vorteil bei offenen Fonds liegt aber in der Möglichkeit, diese im Regelfall täglich zu kündigen. Evtl. entsteht ein Verlust, aber die Anlage kann nach ein paar Tagen Bearbeitungszeit komplett aufgelöst wurden.

Vorsichtige Anleger investieren in Geldmarktfonds. Meistens erheben diese Fonds keinen Ausgabeaufschlag, die Rendite bewegt auf Geldmarktniveau, dass derzeit ca. 4 % pro Jahr beträgt. Geldmarktfonds gelten als sehr sicher und haben kaum Kursschwankungen. Eindeutiger Nachteil ist hier die auf lange Sicht niedrige Rendite.

Eine Anlage in Rentenfonds kann derzeit nicht wirklich empfohlen werden. Diese Fonds investieren in Anleihen von Schuldnern guter und sehr guter Qualität mit unterschiedlichen Laufzeiten, bieten aber nur eine Verzinsung von 3,5 - 4 % pro Jahr und erheben oft einen Ausgabeaufschlag. Außerdem tragen Sie das Kursrisiko von Zinsänderungen, was bedeutet dass Sie im schlimmsten Fall einen Verlust Ihrer Anlage in Kauf nehmen müssen. Eine gute Alternative wäre die Anlage in Fonds für Fremdwährungsanleihen mit Schuldnern guter Bonität, da der Euro gegenüber vielen Währungen, wie etwa dem Dollar sehr hoch tendiert. Ob der Dollar in 10 Jahren nicht noch tiefer gefallen ist, kann niemand vorhersagen. In diesem Fall hätten Sie dann leider einen Verlust erlitten.

Eine Überlegung wert ist auch die Anlage in offenen Immobilienfonds. Diese erheben oft einen Ausgabeaufschlag von ca. 5 %, bieten aber Renditen, die je nach Fonds zwischen 2 - 10 % pro Jahr differieren. Oft muss auch nur ein Teil der erwirtschafteten Erträge versteuert werden. Als klarer Nachteil ist hier die Möglichkeit zu nennen, dass bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Fonds auch für einen bestimmten Zeitraum geschlossen werden kann.

In der Vergangenheit haben bei langen Anlagedauern, Aktienfonds die besten Ergebnisse erzielt. 10 - 12 % pro Jahr im Schnitt waren möglich. Diese Ergebnisse waren aber extrem von dem Einstiegszeitpunkt und der Anlagedauer abhängig. Diese Form der Anlage bietet hohe Chancen und hohe Risiken. Außerdem sind bei diesen Fonds die Verwaltungsgebühren mit am höchsten.
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