Freitag, 24. November 2017

Wovon ist der Darlehen Zins abhängig?

Wer einen Kredit bei einer Bank oder einem Privaten aufnimmt, zahlt diesen in den vereinbarten Tilgungsraten zurück. Im Normalfall umfassen diese Raten neben der Rate zur Kreditrückzahlung auch den Darlehenszins. Hierbei handelt es sich um den Zinssatz, der bei Abschluss des Kredits zwischen Kreditnehmer und Kreditgeber vereinbart worden ist. Da der Kredit ein Spezialfall des Darlehens gemäß §§ 488 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist, werden die Kreditzinsen auch als Darlehenszinsen bezeichnet.

Dieser Zinssatz ist keineswegs bei den verschiedenen Anbietern gleich, er variiert sogar zwischen den einzelnen Kreditangeboten eines Anbieters. Der Anbieter gibt bei Vertragsschluss die Höhe des von ihm verlangten Zinssatzes vor. Hierbei bezieht er verschiedene Faktoren in sein Angebot mit ein.

Zunächst kommt es auf die Art des aufgenommenen Kredites an. Ein so genannter Sofort-, Schnell- oder Schweizer Kredit, über dessen Gewährung beinahe unmittelbar (in der Regel innerhalb von 24 Stunden) nach der Antragsstellung entschieden wird, ist in der Regel teurer als ein herkömmlicher Kredit. Dies liegt daran, dass bei einem Sofortkredit häufig auf die Einholung einer Auskunft aus dem Schufa- Register verzichtet wird. Hierdurch steigt das Risiko für den Kreditgeber, der sich eben nicht über das bisherige Zahlungsverhalten des Schuldners informieren kann, sein Geld niemals zurück zu bekommen. Dieses Risiko lässt er sich in Form eines höheren Zinssatzes vergüten. Allgemein hängt der Darlehenszins von der nachgewiesenen Bonität des Kunden ab. Je glaubwürdiger der Kreditnehmer seine Bonität und seine Zahlungsmoral nachweisen und je mehr Sicherheiten er dem Kreditgeber anbieten kann, desto geringer ist in der Regel der Zinssatz.

Der Zinssatz richtet sich auch nach der Laufzeit des gewählten Kredits. Je länger die Laufzeit eines Kredites ist, desto niedriger ist die jeweils zu zahlende Tilgungsrate und auch der jeweilige Zinssatz. Da aber insgesamt mehr Tilgungsraten zu zahlen sind, ist der gezahlte Darlehenszins bei langer Laufzeit letztendlich höher als bei einer kurzen Laufzeit. Allerdings wird ein Darlehen mit langer Laufzeit aufgrund der niedrigen Rückzahlungsraten für viele Menschen erst erschwinglich. Es ist dennoch ratsam, auf ein vernünftiges Verhältnis von Kreditsumme und Laufzeit zu achten. Üblich sind bei Verbraucherkrediten Laufzeiten von 12, 24, 36 und im Einzelfall auch 72 Monaten.

Der Darlehenszins richtet sich grundsätzlich auch nach dem allgemeinen Zinsniveau zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses sowie dem während der Laufzeit des Kredites zu erwartenden Niveaus. Grundsätzlich ist der Kreditgeber bei der Höhe des Darlehenszinses nur durch die Gesetze der Marktwirtschaft beschränkt. Lediglich bei dem so genannten Wucherzins hat der Gesetzgeber dem ganzen einen Riegel vorgeschoben: Wenn der vereinbarte Darlehenszins den marktüblichen Zinssatz um 100% übersteigt, handelt es sich um Wucherzins, der gemäß § 138 BGB unzulässig ist.
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