Sonntag, 24. September 2017

Die Berechnung der Zinsen

Will man sein Geld anlegen, so achtet man zunehmend mehr auf die Zahlung von Zinsen. Dabei ist es wichtig, dass man die einzelnen Zinssätze miteinander vergleicht. Bei längerfristigen Anlageformen sollte man zusätzlich darauf achten, ob die ausgeschütteten Zinsen auch mit verzinst werden und man so vom Zinseszinseffekt profitieren kann.

Bei einer jährlichen Zinszahlung sind die Zinsen besonders einfach zu berechnen. Sofern das Geld das gesamte Jahr auf dem jeweiligen Konto lag, muss man nur den Gesamtbetrag mal dem vereinbarten Zinssatz nehmen. Schon erhält man den Zinsertrag, der zu zahlen ist. Wurde das Geld hingegen erst unterjährig eingezahlt, so ist natürlich nur für den anteiligen Zeitraum eine Zinszahlung zu berechnen. Dabei wird der Gesamtbetrag mal dem Zinssatz in Prozent genommen, das Ganze durch 360 Tage mal der Anzahl der Zinstage gerechnet. Das Kalenderjahr wird dabei nicht mit 365, sondern mit 360 Tagen, der Kalendermonat mit 30 Tagen berechnet. Nur wenn es im Monat der Anlage erst innerhalb des Monats eingezahlt wird, kann in diesem Monat die genaue Anzahl der Tage zugrunde gelegt werden.

Wird hingegen der Zinseszinseffekt genutzt, so berechnen sich die Zinsen nur im ersten Jahr nach dem Anlagebetrag. Danach wird der Anlagebetrag mit den ausgezahlten Zinsen aus dem ersten Jahr summiert und dann werden für das Folgejahr die Zinsen anhand dieser Summe errechnet. Hier kann es, je nach Anlagebetrag und Zinssatz durchaus zu erheblichen Mehrgewinnen kommen, wenn man den Zinseszinseffekt ausnutzt. Einige Tausend Euro sind dabei keine Seltenheit. Deshalb sollte man sich vorzugsweise auch für eben solche Anlageformen entscheiden und diesen Effekt in voller Höhe auszuschöpfen versuchen.

Bei der Zinsberechnung eines Darlehens hingegen sieht es schon wieder anders aus. Hier sollte man mit dem Darlehensgeber vereinbaren, dass die Zinsen immer auf den aktuellen Restwert des Darlehens berechnet werden. Denn in der Regel besteht die monatliche Rate aus einem Teil Zinsen und einem Teil Tilgung. Das heißt, der tatsächliche Darlehensbetrag verringert sich monatlich. So sollten sich auch die Zinsen entsprechend verringern und immer nur auf den wirklich noch bestehenden Betrag berechnet werden. Bleibt die Rate dann gleich, so sinkt im Laufe der Zeit der Zinsanteil, während der Tilgungsanteil steigt. Das heißt, die Tilgung selbst geht dann immer schneller voran.

Egal, für welche Art der Zinsberechnung man sich interessiert, es ist immer wichtig, die Konditionen verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Dabei sollte man vor allen Dingen darauf achten, dass man beim Darlehen einen möglichst niedrigen, bei der Geldanlage dagegen einen möglichst hohen Zins vereinbart.
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