Mittwoch, 20. September 2017

Hypotheken Zinssätze

Der erste Schritt in Richtung des Eigenheims ist wohl die Finanzierung. In der Regel wird man hier zu seiner Hausbank gehen und eine entsprechende Hypothek beantragen. Doch bevor man sich für eine bestimmte Hypothek entscheidet, sollte man erst einmal wissen, welche Hypotheken es eigentlich gibt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Hypotheken mit festem und variablem Zinssatz.

Erstere sind dabei die am häufigsten genutzten Hypotheken hierzulande. Dabei wird eine feste Laufzeit vereinbart, ebenso wie ein fester Zinssatz. Dieser Zins wird über die gesamte Laufzeit fest angelegt. Dabei kann die Laufzeit zwischen etwa fünf bis zu 20 Jahren festgelegt werden, in seltenen Fällen auch noch länger. Der Zinssatz bleibt während der gesamten Laufzeit gleich hoch, sodass sich die Rückzahlungsraten ebenfalls nicht verändern werden. Ferner besteht hierdurch die Möglichkeit einer grundsoliden Kalkulation der Baufinanzierung.

Besonders ratsam ist die Hypothek mit festem Zinssatz in Zeiten niedriger Zinsen für Fremdkapital, wenn eine Steigerung der Zinsen abzusehen oder zu erwarten ist. Denn selbst wenn die Zinssätze nach nur einem Jahr drastisch ansteigen, stört das die Häuslebauer mit einer Hypothek mit Festzins nicht, da ihr Zinssatz unverändert bleibt. Sollten die Zinsen später unter den eigenen Zinssatz sinken, können sie aber auch hiervon nicht profitieren. Die einzige Möglichkeit liegt darin, dass der Darlehensnehmer das Darlehen mit sechsmonatiger Frist kündigen kann, wenn seit dessen Auszahlung bereits zehn Jahre verstrichen sind. Dies kann sinnvoll sein, wenn man eine günstigere Finanzierung fürs Eigenheim gefunden hat. Die Bank hingegen kann das Darlehen nicht vorzeitig kündigen, weshalb bei besonders langen Laufzeiten, ab etwa 15 Jahren auch Zuschläge für den fest vereinbarten Zinssatz erhoben werden.

Bei der Hypothek mit variablem Zins hingegen wird weder eine feste Laufzeit, noch ein fester Zinssatz vereinbart. Hier ist es so, dass der Zinssatz sich immer an den Entwicklungen auf dem Markt orientiert. Das heißt, sinken die Zinsen, sinkt auch der Zinssatz für die Hypothek, steigen diese, steigt auch der Zinssatz für die Hypothek. Damit ist eine deutlich ungenauere Planung für die Darlehensnehmer gegeben. Andererseits sind solche Hypotheken immer dann empfehlenswert, wenn mit einem sinkenden Zinssatz zu rechnen ist, da man auch entsprechend von diesem profitieren kann. Sollten die Zinsen aber wieder steigen, wird es Zeit, umzuschulden und zwar in eine Hypothek mit festem Zinssatz. Hierzu muss der Markt immer genau beobachtet werden.

Auch ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote ist in jedem Fall sinnvoll, bevor man sich für eine bestimmte Hypothek entscheidet, da die Zinssätze je nach Bank teils drastisch variieren können.
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