Freitag, 15. Dezember 2017

Verbraucherkredite in verschiedenen Formen nutzbar

Immer mehr Verbraucher nutzen in Deutschland die Möglichkeit, anstehende Anschaffungen über einen Kredit zu finanzieren. Im Allgemeinen werden derartige Darlehen, die heutzutage von nahezu allen Banken vergeben werden, als Verbraucherkredite bezeichnet. Grundsätzlich ist ein derartiger Verbraucherkredit in verschiedenen Formen nutzbar, wobei es immer auf den jeweiligen Verwendungszweck ankommt, welche Finanzierungslösung die beste Alternative ist. Wenn man die zahlreichen Verbraucherkredite, die von den Kreditinstituten angeboten werden, in verschiedene Gruppen einteilen möchte, dann sind es in erster Linie der Dispositionskredit, der Ratenkredit und der Immobilienkredit, die mit Abstand am häufigsten an Kunden vergeben werden.

Der typische Verbraucherkredit ist sicherlich der Ratenkredit, der beispielsweise auch als Konsumentendarlehen bezeichnet wird. Dieser Kredit wird Kunden meistens dann angeboten, wenn einmalige Anschaffungen im Wert zwischen 2.000 und 20.000 Euro zu finanzieren sind. Das wesentliche Merkmal besteht bei diesem Verbraucherkredit darin, dass der Kunde eine Darlehenssumme erhält und diese nebst Zinszahlung durch die monatlichen Kreditraten tilgt. Die Darlehensschuld wird also nach und nach durch die monatliche Rückführung reduziert, sodass der Kunde nach der vereinbarten Laufzeit schuldenfrei ist. Der zweite Verbraucherkredit, der ebenfalls sehr häufig in Anspruch genommen wird, ist der Dispositionskredit. Dessen Funktionsweise ist allerdings anders als beim Ratenkredit, was zunächst damit beginnt, dass es sich beim Dispokredit nicht in dem Sinne um eine feste Kreditsumme handelt, sondern um ein Kreditlimit. In diesem Fall wird beispielsweise auf dem Girokonto des Kunden eine Kreditlinie von 5.000 Euro eingeräumt, die der Kunde jederzeit nutzen kann, aber nicht muss. Somit entscheidet der Kontoinhaber selbst, ob und in welchem Umfang er seinen Dispositionskredit in Anspruch nehmen möchte. Ein weiterer Unterschied zum Ratenkredit besteht darin, dass es beim Dispositionskredit normalerweise keine vereinbarte Rückführung gibt.

Eine Ausnahme bildet lediglich der Kürzungskredit, der allerdings fast nur auf Wunsch des Kunden eingeräumt wird. Normalerweise gibt es jedoch beim Dispositionskredit keine feste Rückführung. Die dritte Form von Verbraucherkrediten, die ebenfalls eine sehr große Gruppe darstellt, sind die Immobiliendarlehen. Hier lässt sich der Verwendungszweck des Kredites bereits aus der Bezeichnung ableiten, denn Banken vergeben dieses Darlehen entweder bei einem anstehenden Hausbau oder beim Kauf einer Immobilie. Gleichzeitig handelt es sich beim Immobilienkredit als Verbraucherdarlehen um das umfangreichste Finanzierungsmodell, welches es im Bereich der Verbraucherkredite gibt. Nicht selten ist es bei Baukrediten so, dass sich die Darlehenssummen zwischen 100.000 und 500.000 Euro bewegen. Daher ist es insbesondere beim Immobiliendarlehen wichtig, dass sich der Kunde ausführlich beraten lässt und auch die Konditionen möglichst vieler unterschiedlicher Banken miteinander vergleicht. Alle Verbraucherkredite haben übrigens gemeinsam, dass seitens der Banken bestimmte Angaben gemacht werden müssen, wie zum Beispiel zum Effektivzins. Dies ist für Kunden wichtig, damit ein Vergleich möglichst problemlos erfolgen kann.
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