Donnerstag, 13. August 2020

Darlehen aufnehmen: Bankverbindung, Plausibilität und Bonitätsprüfung

Jeder, der ein Darlehen aufnimmt, wird für die Rückzahlung des Darlehens mit Sicherheit eine Kontonummer angeben müssen. Diese ist insofern wichtig, als dass die meisten Darlehensgeber darauf bestehen, die zurück zu zahlenden Raten selbst abbuchen zu können, um so eine vermeintlich höhere Sicherheit zu erhalten. Doch bereits bei der Auszahlung des Darlehens wird die Bankverbindung benötigt, um das Darlehen überhaupt auszahlen zu können.

Bevor es jedoch zur Auszahlung oder zur späteren Abbuchung der fälligen Beträge kommt, ist es wichtig, dass die Bankverbindung auf ihre Richtigkeit hin überprüft wird. In diesem Zusammenhang spricht man auch von der Plausibilitätsprüfung, die vor jeder Abbuchung oder Auszahlung erfolgt. Dafür gibt es mittlerweile spezielle Programme im World Wide Web, die sich so gestalten, dass sowohl Bankleitzahl, als auch Kontonummer dahingehend überprüft werden können, ob sie so korrekt sind.

Sollte eine Kontonummer nicht zur Bankleitzahl passen, weil die dort geführten Konten nach einem anderen Schema erfasst werden, so wird das Geld gar nicht erst überwiesen oder abgebucht. Denn der Empfänger wäre der Falsche, die Bank muss in diesem Fall noch einmal nach der korrekten Bankverbindung fragen, um das Darlehen an den richtigen Darlehensnehmer auszahlen zu können.

Ebenfalls muss bei jeder Aufnahme eines Darlehens eine Bonitätsprüfung erfolgen. In aller Regel wird diese durch die Abfrage der Daten bei der Schufa durchgeführt. Die Schufa stellt eine Schutzgemeinschaft dar, in der sämtliche Abschlüsse von Darlehen oder Eröffnungen von Konten verzeichnet sind. Sollte der Antragsteller auf das Darlehen ein altes Darlehen einmal nicht bezahlt haben, sinkt das Vertrauen der Bank in ihn. Sie wird sich nun entscheiden, die Zinsen aufgrund des höheren Risikos zu erhöhen, oder sie lehnt den Kreditantrag ab.

Die Bonitätsprüfung erfolgt weiterhin durch die Überprüfung der Einnahmen- und Ausgaben-Situation des Antragstellers. Die Einnahmen müssen eindeutig belegt werden, des Weiteren fragt die Bank laufende Belastungen, wie Darlehensraten, Miete usw. ab. Erst wenn die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben es zulässt, den Kredit zurück zu zahlen, wird die Bank diesen auch gewähren.
 
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