Samstag, 24. Juli 2021

Baugeld aus der Schweiz

Zunehmend mehr Menschen entscheiden sich heute, ihr Darlehen für den Hausbau nicht mehr von der örtlichen Hausbank in Anspruch zu nehmen, sondern sich vielmehr in den benachbarten Ländern umzuschauen. Kein Wunder, bedenkt man, dass das Baugeld aus der Schweiz zum Beispiel oftmals mit weniger als zwei Prozent Zinsen angeboten wird. Doch ist diese Finanzierung wirklich so günstig, wie es auf den ersten Blick den Anschein hat?

Grundsätzlich muss man hier genau prüfen, um welche Art von Baugeld es sich handelt. Wird das Darlehen in einer fremden Währung, etwa in Schweizer Franken oder Yen ausgegeben? Dies ist besonders häufig der Fall, bietet zwar sehr geringe Zinsen, aber auch ein hohes Risiko durch die Schwankungen bei den Währungskursen. So kann es durchaus passieren, dass man mit einem Fremdwährungsdarlehen eher Verluste, denn Gewinne erzielt, weshalb man hier Vorsicht walten lassen sollte.

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob die Zinsen, die für das Baugeld aus der Schweiz angeboten werden, selbst wenn es sich um ein Darlehen in Euro handelt, dauerhaft festgeschrieben werden können. Mitunter gelten die angebotenen Zinsen nur für einen kurzen Zeitraum von etwa einem oder zwei Jahren. Danach wird der Zinssatz entsprechend angepasst, die Folge stellt sich in einem deutlich höheren Zinssatz dar, der nicht selten auch die Kosten für die deutsche Baufinanzierung übersteigen kann. Denn oftmals werden die Zinsen dann noch höher ausfallen, als hierzulande.

Grundsätzlich sollte man der Aufnahme eines Baudarlehens aus der Schweiz also immer einen entsprechenden Vergleich vorausgehen lassen. Dieser ist zum Beispiel im Internet möglich, wo man sich erst einmal informieren kann, welche Anbieter welche Konditionen gewähren können. Allerdings wird hierbei nur auf Datenbank-Bestände zurück gegriffen, die evtl. nicht ständig aktualisiert werden. Das heißt, man muss hier stets mit verschiedenen Kosten rechnen, die nicht unbedingt in den Online Vergleichen zu finden sind.

Deshalb sollte man zusätzlich noch ein persönliches Angebot anfordern, welches dann wirklich die individuellen Belange berücksichtigen kann. Dabei ist es wichtig, die Gebühren zu beachten, ebenso wie den effektiven, nicht aber den nominalen Zinssatz. Ferner sind die Konditionen genau anzusehen, die besagen, wie lange der Zins festgeschrieben wird, wie hoch die monatlichen Raten ausfallen werden und mit welcher Laufzeit für das Baugeld zu rechnen ist. Ferner sollte man sich über die Seriosität des Anbieters informieren, da sich leider auf dem Markt auch einige schwarze Schafe tummeln. Ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt, kann man erfahren, indem man sich in den Foren im Internet umschaut. Dort stellen andere User ihre Erfahrungen mit einzelnen Anbietern vor und können diese entweder empfehlen oder vor ihnen warnen.
 
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