Donnerstag, 13. August 2020

Hauskauf durch Hypothek finanzieren

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, der wird nicht umhin kommen, hierfür ein Darlehen aufzunehmen. Nicht zuletzt liegt das daran, dass man trotz aller Anstrengungen, sich Eigenkapital aufzubauen, wohl kaum in der Lage ist, das gesamte benötigte Kapital für den Hauskauf oder -bau aus eigenen Mitteln aufzubringen. Doch das ist ja auch nichts Schlimmes, denn es ist durchaus die Regel, seine Immobilien mit Hilfe einer Hypothek, oder bessere gesagt, eines Hypothekendarlehens zu finanzieren.

In der Regel wird dabei eine recht hohe Kreditsumme gewährt, sodass sich die Laufzeit von 20, 30 oder mehr Jahren schnell erklärt. Doch bevor man sich für eine bestimmte Hypothek entscheidet, sollte man einen gründlichen Vergleich anstellen. Denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Banken sind teils sehr groß, sodass man mit dem Vergleich schon einige Tausend Euro sparen kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist der effektive Zinssatz, der alle Kosten für das Darlehen beinhaltet. Hier können selbst minimale Zinsunterschiede, die sich erst nach dem Komma zeigen, schon zu erheblichen Mehrkosten führen. Weiterhin muss man sich stets vor Augen führen, dass die wirklich günstigen Hypothekendarlehen nur in begrenzter Höhe vergeben werden. Sie orientieren sich am Wert des Hauses. Daraus errechnet sich ein Beleihungswert, von dessen Betrag maximal 60 Prozent über das Hypothekendarlehen finanziert werden sollten.

Alle Darlehen, die diesen Betrag überschreiten, werden deutlich teurer ausfallen. Der Grund dafür ist in dem Pfandrecht zu suchen. Eine Hypothek bezeichnet nichts anderes als ein Pfandrecht am Grundstück, welches im Grundbuch eingetragen wird. Sollte der Darlehensnehmer sein Darlehen nicht mehr abzahlen können, hat der Darlehensgeber durch die Hypothek das Recht, das Haus im Rahmen einer Zwangsversteigerung an den Meistbietenden zu versteigern.

Voraussetzung für die Gewährung eines Hypothekendarlehens ist also die Eintragung der Bank als Gläubiger im Grundbuch. Weiterhin muss der Darlehensnehmer über ein ausreichend hohes Einkommen verfügen, um das Darlehen entsprechend abzahlen zu können. Dies wird von der Bank genau geprüft. Das Haus selbst dient hierbei also als Sicherheit. Dennoch sollten auch die Einkommen berücksichtigt werden.

Bei der Finanzierung selbst ist darauf zu achten, dass die zu zahlende Rate die eigene Leistungsfähigkeit nicht übersteigt. Das heißt, man muss hier genau durchrechnen, ob man sich die Rate letztlich auch leisten kann. Weiterhin sollte man versuchen, sofern ein günstiger Zins herrscht, eine möglichst lange Zinsbindungsfrist für das Hypothekendarlehen auszuhandeln. Anzuraten sind hier gut 15 bis 20 Jahre, so erhält der Darlehensnehmer eine hohe Sicherheit für seine eigene finanzielle Planung.
 
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