Sonntag, 19. August 2018

Bankgebühren und deren Gebührenstrukturen genauestens vergleichen

Wenn man sich als Kunde für ein Finanzprodukt entscheidet, dann sollte man sich auch über die Kosten informieren, die im Zusammenhang mit diesem Produkt entstehen können. In vielen Bereichen fallen im Bankgeschäft Gebühren an, die der Kunde im Zusammenhang mit einem bestimmten Finanzprodukt zu zahlen hat. Der Bereich, in dem auch heute noch verschiedene Bankgebühren anfallen können, ist der Zahlungsverkehr. Damit ist vorrangig das Girokonto mit seinen anhängigen Leistungen gemeint.

Die „Basisgebühr“ ist hier nach wie vor sehr häufig die Kontoführungsgebühr, die es in verschiedenen Modellen gibt. Zwar bieten manche Banken mittlerweile ein kostenloses Girokonto an, bei dem keine Kontoführungsgebühren berechnet werden. Aber grundsätzlich gibt es diese Gebührenart natürlich noch, besonders bei den vielen Filialbanken hierzulande. Eng in Verbindung mit den Gebühren für die Führung des Girokontos stehen solche Bankgebühren, die für „spezielle“ Leistungen berechnet werden, die im Zuge der Girokontonutzung genutzt werden können. Gemeint ist damit zum Beispiel die Gebühr, die manche Banken für die Einrichtung oder die Änderung eines Dauerauftrages oder auch für die Bearbeitung einer Scheckeinreichung nehmen.

Ebenfalls in den Bereich der Bankgebühren fallen die Jahresgebühren bei Kreditkarten oder mitunter auch bei Kundenkarten, genauso wie die Gebühr, die bei einer Barabhebung an fremden Geldautomaten im Inland und im Ausland anfallen kann. Aber nicht nur im Bereich des Girokontos fallen Bankgebühren an, sondern zum Beispiel auch in einem weiteren großen Geschäftsbereich, nämlich in der Sparte Finanzierungen. Bei der Aufnahme eines Darlehens berechnen viele Banken zum Beispiel eine allgemeine Bearbeitungsgebühr, die dann meistens zwischen 1-2 Prozent der Darlehenssumme beträgt. Auch die Führung des Kreditkontos wird von manchen Anbietern mit einer Bankgebühr verbunden. Müssen im Zuge der Kreditvergabe Sicherheiten gestellt werden, zum Beispiel eine Bürgschaft, kann das zu weiteren Gebühren führen.

Gerade im Bereich der Geldanlage und des regelmäßigen Sparens sollten Kunden genau auf etwaige Gebühren und anderweitige Kosten achten, da diese immer die Rendite verringern, die in Verbindung mit der gewählten Geldanlage erzielt werden kann. Nur wenige Bankprodukte aus der Sparte der Kapitalanlage sind nicht mit verschiedenen Gebühren verbunden. Dazu zählen zum Beispiel das Festgeldkonto, Tagesgelder und auch die meisten Spareinlagen. Schaut man sich hingegen den Bereich Wertpapiere an, so gibt es dort verschiedene Gebührenformen, die im Zusammenhang mit einem Investment stehen. Zunächst ist hier die Depotgebühr zu nennen, die für die Führung des Depots zu zahlen ist. Darüber hinaus berechnet die Bank sogenannte Ordergebühren, wenn der Kunde einen Wertpapierauftrag erteilt und dieser an der Börse ausgeführt wird.
 
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