Dienstag, 23. Juli 2024

Energiespardarlehen und Bedingungen vergleichen

Neben den Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) findet der Verbraucher heute zahlreiche weitere Angebote für Energiespardarlehen, welche sowohl von Geschäftsbanken als auch von Bausparkassen teilweise eigenwirtschaftlich vergeben werden. Neben der eigenwirtschaftlichen Vergabe von Energiespardarlehen bieten die Banken auch die Vermittlung entsprechender Kredite an, welche von der Bundes- oder einer Landesregierung bereitgestellt werden. Zudem werden Darlehen der KfW immer über eine Geschäftsbank und nie direkt vergeben.

Bei einem Vergleich der Angebote müssen Bauherrn und Hausbesitzer auf sehr unterschiedliche Bedingungen für die Vergabe der günstigen Darlehen achten. Während einige vergünstigte Kredite auch für relativ einfache Maßnahmen wie den Einbau neuer Fenster vergeben werden, erfordern andere Darlehen, dass die geförderte Immobilie einen hohen Standard hinsichtlich der Energieeinsparung besitzt. Dass sich die unterschiedlichen Energiespardarlehen hinsichtlich der Zinssätze sowie in Bezug auf die Zinsfestschreibungsfrist unterscheiden, bedarf kaum einer besonderen Erwähnung. Hinzu kommen bei Energiesparkrediten Unterschiede hinsichtlich eines zusätzlich zum Darlehen gewährten Zuschusses. Während die Darlehen der KfW bei guten Ergebnissen der Baumaßnahme in Bezug auf die Energieeinsparung häufig mit Zuschüssen verbunden sind, entfällt dieser bei entsprechenden Krediten der meisten Geschäftsbanken.

Des Weiteren unterscheiden sich die Energiespardarlehen der verschiedenen Banken in Bezug auf die Vornahme oder Nichtvornahme der Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch. Für die meisten Energiespardarlehen ist eine Energieanalyse der geplanten Baumaßnahme erforderlich, für welche Kosten entstehen. Bei einem Vergleich verschiedener Darlehen muss berücksichtigt werden, ob die Kosten für den Energieberater oder Sachverständigen vom Antragsteller oder vom Kreditinstitut getragen werden. Bezüglich der Rückzahlung können Energiespardarlehen ebenso unterschiedlich ausgestattet sein wie einfache Immobilienkredite. Während der ersten Jahre ist eine geringe Tilgung oder der vollständige Verzicht auf eine solche möglich, des Weiteren kann die Rückzahlung in monatlichen oder in vierteljährlichen Raten angeboten werden, eine jährlich einmalige Zahlung wird sehr selten vereinbart.

Eine weitere Variante ist das endfällige Energiespardarlehen, bei welchem während der Laufzeit nur die anfallenden Zinsen bezahlt werden, während die Tilgung in einer Summe am Laufzeitende erfolgt. Fast alle Banken bieten bei einem Energiespardarlehen die vorzeitige Rückzahlung durch Sondertilgungen ohne Berechnung einer Vorfälligkeitsentschädigung an. Auf diese Weise kann der Kreditnehmer früher als geplant über eine schuldenfreie Immobilie verfügen, auf Grund der niedrigen Zinssätze ist die vorzeitige Tilgung aber oft nicht sinnvoll. Stattdessen kann überlegt werden, ob mit dem ungeplant zur Verfügung stehenden Geld nicht besser weitere Renovierungsmaßnahmen bezahlt werden sollen. Ein Vergleich der angebotenen Energiespardarlehen zeigt, dass alle Angebote deutlich günstiger als die preiswertesten Immobilienkredite sind, so dass sich der mit ihrer Beantragung verbundene Mehraufwand ohne Ausnahme lohnt.
 
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