Samstag, 24. Juli 2021

Kredit von Privat als Alternative zum Arbeitslosenkredit

Die Arbeitsplätze sind heute bei Weitem nicht mehr so sicher, wie es vielleicht vor zehn Jahren noch der Fall gewesen ist. Zumindest vorübergehend arbeitslos zu werden ist inzwischen keine Seltenheit mehr, und mehr als 30 Prozent aller Arbeitnehmer hat diese Erfahrung bereits gemacht. Neben der Tatsache, dass dem Arbeitslosen zunächst im Zuge des Arbeitslosengeldes I nur rund 60 Prozent seines letzten Einkommens zur Verfügung stehen, droht nicht selten der „Rutsch“ ins Arbeitslosengeld II, auch als Hartz IV bezeichnet.

Probleme haben Arbeitslose oftmals auch bei Vertragsabschlüssen, die vor der Arbeitslosigkeit in der Regel problemlos über die Bühne gehen konnten. Auch der Finanzbereich ist häufig davon betroffen, und zwar in dem Moment, in dem der arbeitslose Kunde einen Kredit haben möchte. Banken vergeben heutzutage bis auf ganz wenige Ausnahmen praktisch nie einen Kredit, wenn der Antragsteller kein festes Einkommen nachweisen kann, also arbeitssuchend ist. Trotzdem haben auch Arbeitslose natürlich hin und wieder Finanzierungsbedarf, um beispielsweise den Kauf einer neuen Waschmaschine oder eines Autos zu finanzieren, welches oftmals auch der Arbeitsbeschaffung dient bzw. notwendig ist, um einen eventuellen neuen Arbeitsplatz zu erreichen.

Man kann also nicht generell behaupten, dass Arbeitslose keinen Kredit brauchen, weil sie sich auf das Notwendigste beschränken sollten. Da die deutschen Banken also als Kreditgeber kaum infrage kommen und schon gar keinen speziellen Arbeitslosenkredit vergeben, müssen sich die Betroffenen nach Alternativen umsehen. Eine solche Alternative kann mitunter der Kredit von Privat sein. Der Kredit von Privat ist ein Darlehen, welches unabhängig von den Banken vergeben wird. Denn statt Banken treten hier Privatpersonen als Kreditgeber auf. Beim Kredit von Privat ist es so, dass der jeweilige private Kreditgeber ganz individuell eine Entscheidung treffen kann, ob er bereit dazu ist, sein Geld auch an einen Arbeitslosen zu verleihen.

In der Praxis kommt dies durchaus nicht selten vor, zumal der Kreditgeber natürlich auch einen höheren Zinssatz verlangen kann und somit mehr Geld mit dem verliehenen Kapital erzielt. Darüber hinaus besteht der Vorteil bei den Privatkrediten darin, dass die verliehenen Darlehenssummen sich oftmals auf mehrere Schultern verteilen, sodass das Risiko des einzelnen Kreditgebers geringer ist als bei den Banken, welche die gesamte Kreditsumme zur Verfügung stellen müssen. Wer zum Beispiel einen Kredit von Privat über insgesamt 3.000 Euro haben möchte, der kann diesen Betrag durchaus von sechs verschiedenen Kreditgebern „einsammeln“, die dann alle jeweils 600 Euro verleihen. Und natürlich ist man eher bereit, einem Arbeitslosen 600 Euro statt 3.000 Euro zu leihen.
 
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