Donnerstag, 28. Mai 2020

Tagesgeld oder Sparbuch - die richtige Geldanlage für mich

Die Deutschen sparen gerne und viel. Dabei sind sie natürlich auch stets auf der Suche nach den passenden Geldanlagen, die möglichst viel Sicherheit, aber auch hohe Renditen bringen sollen. Doch welche Geldanlage eignet sich dabei am besten für den Einzelnen? Im Grunde genommen ist diese Frage pauschal nicht zu beantworten, da es immer auf die Risikobereitschaft und die Dauer, über die man das Geld anlegen möchte, ankommt.

Soll allerdings eine Entscheidung zwischen Tagesgeld und Sparbuch getroffen werden, so dürfte diese alles andere als schwer fallen. Das typische Sparbuch, das viele noch aus ihrer Kindheit kennen, bietet zwar den Vorteil der ständigen Verfügbarkeit und einer hohen Sicherheit. Doch damit war es es das auch schon. Das Tagesgeld hingegen kann deutlich mehr. Zum Einen sind die Zinssätze statt bei einem Prozent eher in der Größenordnung zwischen drei und vier Prozent zu suchen. Zum Anderen sollte man die Sicherheit der Tagesgelder nicht verachten. Denn diese sind genauso wie das Sparbuch über den Einlagensicherungsfonds abgesichert. Das heißt, sollte die Bank einmal in die Insolvenz gehen, so muss der Kunde sein Geld nicht abschreiben. Vielmehr erhält er es aus dem Einlagensicherungsfonds zurück.

Ein weiterer Vorteil beim Tagesgeld liegt ebenfalls darin, dass dieses entsprechend dem Namen täglich verfügbar ist. Das heißt, man kann jederzeit über sein auf dem Tagesgeld Konto befindliches Vermögen verfügen. Dabei entstehen bei einer Abhebung von mehr als 2.000 Euro im Monat keine Vorschusszinsen und das Tagesgeld Konto muss nicht aufgelöst werden, wenn man den gesamten Betrag, der darauf steht, abheben möchte. Diese Nachteile ergeben sich hingegen beim Sparbuch, sodass hier nur begrenzt von einer stetigen Verfügbarkeit die Rede sein kann.

Das Tagesgeld ist also grundsätzlich besser als Geldanlage geeignet. Für langfristige Anlageziele sollte man jedoch eher auf das Festgeld umschwenken, da das Tagesgeld durch die tägliche Verfügbarkeit doch deutlich besser für kurze Laufzeiten oder zum Parken von Geldern bzw. als „Notgroschen“ geeignet ist. Kann man auf Gelder für einen bestimmten Zeitraum verzichten, so können diese fest angelegt werden, wodurch die Renditen nochmals erhöht werden können. Geht es allerdings um die kurzfristige Geldanlage bei sicherheitsbewussten Anlegern, ist das Tagesgeld die ideale Wahl.

Das Sparbuch eignet sich kaum noch, um Geld darauf zu parken oder gar anzulegen. Die Zinsen sind so gering, dass sie in der Regel nicht einmal ausreichen, um die Inflation wieder wett zu machen. Doch bei den Tagesgeld Konten der unterschiedlichen Banken besteht ebenfalls der ein oder andere Unterschied, was die Verzinsung angeht, sodass auch hier ein Vergleich empfehlenswert ist.
 
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