Donnerstag, 14. November 2019

Yahoo bringt eigene Kryptobörse an den Start

Die Japaner lieben Kryptowährungen - und das, obwohl die japanische Finanzaufsichtsbehörde, die Financial Services Agency (kurz: FSA), bereits des Öfteren Bedenken geäußert hatte. Nun steht in Japan mit TaoTao eine neue Krypto-Börsenplattform zur Verfügung. Die Arbeit an der Plattform, an der Yahoo Japan 40 Prozent hält, begann bereits vor rund einem Jahr.

Wird sich die neue Plattform durchsetzen können?
Coincheck, Fisco und Konsorten haben nun Zuwachs bekommen: Mit TaoTao ist am 30. Mai eine weitere Krypto-Börsenplattform an den Start gegangen. Den Kunden werden Trading-Produkte auf Basis von fünf digitalen Währungen angeboten. Einerseits zielt die Krypto-Börsenplattform auf den Handel mit Bitcoin sowie Ether und den damit verbundenen Geldwechsel in Yen ab, andererseits wird auf der Plattform auch der Margenhandel - das sind Produkte, um Wetten auf den Kursverlauf abschließen zu können - für Litecoin, Bitcoin oder auch Ripple angeboten. Der Börsen-Neuling stellt hier nicht nur die Online-Plattform zur Verfügung, sondern hat für seine Nutzer auch eine mobile App bereitgestellt, sodass zu jeder Zeit und von überall aus dem Handel nachgegangen werden kann.

Hinter der neuen Plattform befindet sich übrigens Yahoo. Bereits im März hat der japanische Arm von Yahoo, Yahoo Japan, die Krypto-Börse BitARG - in Kooperation mit CMD Labs - gekauft. Das technische Rückgrat, das von BitARG gebildet wird, stellt also die Basis für TaoTao dar. Der Internet-Gigant hält 40 Prozent der Anteile, wobei es dem Betreiber der Suchmaschine wohl eher wichtig ist, im Hintergrund zu bleiben. Nur im Zuge der Registrierung, die eben auch über einen bestehenden Yahoo-Account möglich ist, wird eine Verbindung zu Yahoo hergestellt.

Gefahren dürfen nicht außer Acht gelassen werden
Auch wenn TaoTao mit Yahoo einen wahren Internet-Riesen im Rücken hat, so ist die Konkurrenz nicht zu unterschätzen. Japan ist nämlich auch der Vorreiter beim Krypto-Trading. Die ostasiatischen Zwillingsinseln waren im April 2017 nicht nur die ersten Staaten, die digitale Währungen als legales Zahlungsmittel akzeptierten, sondern erlaubten zudem - auch wenn unter bestimmten Auflagen - die ersten Krypto-Börsen. Heute gibt es in Japan 19 Online-Tauschplätze für digitale Währungen und verschiedene Token.

Bedenkt man, dass es zum aktuellen Zeitpunkt noch 140 Bewerber gibt, die auf eine Lizenz von Seiten der japanischen Behörden warten, so kann man davon ausgehen, dass die Zahl der Krypto-Börsen demnächst steigen wird.

Jedoch gilt es als ausgesprochen unwahrscheinlich, dass alle Bewerber auch wirklich eine Lizenz bekommen. Vor allem auch deshalb, weil die FSA bereits kritisch geworden ist: Hacks wie auch Diebstähle, die das Land erschütterten, sind sehr wohl dafür verantwortlich, dass es nun auch ein paar kritische Stimmen gibt, die der Meinung sind, Investments in Kryptowährungen stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Erst im Januar 2018 wurde Coinbase gehackt - die Kriminellen konnten damals Coins im Wert von rund 530 Millionen US Dollar stehlen.

Auch wird man sich im Zuge des G20-Gipfels, der im Juni in Osaka stattfinden wird, dahingehend beraten, welche Gesetze zum Erfolg führen könnten, wenn es darum geht, das Geldwäsche-Potential der digitalen Währungen zu mindern; Gesetze, die durchaus auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Krypto-Börsen haben könnten.

Vergleich durchführen
Natürlich ist es vor allem für Einsteiger unübersichtlich geworden, die mit digitalen Währungen handeln wollen, jedoch feststellen müssen, dass es bereits zahlreiche Anbieter gibt. Um am Ende zu wissen, welche Anbieter vertrauenswürdig sind, sollte man einen umfangreichen Vergleich anstellen und auch immer hinter die Kulissen blicken.

Aktuell mag der Handel - eine Anleitung findet man unter anderem auf https://kryptoszene.de/handel/ - besonders interessant sein, weil die Kryptowährungen nur eine Richtung kennen: nach oben. Lag der Bitcoin noch zu Beginn des Jahres im Bereich der 3.500 US Dollar, so kratzte man im Mai an der 9.000 US Dollar-Grenze.

Aber nicht nur der Bitcoin scheint ein Comeback zu feiern: Ethereum ist von rund 100 US Dollar auf über 260 US Dollar gestiegen und EOS von unter 2 US Dollar auf über 7 US Dollar. Zudem sind vor allem die Prognosen vielversprechend - 2017, das Krypto-Jahr schlechthin, könnte sich sehr wohl wiederholen.
 
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