Mittwoch, 18. September 2019

Abrufkredit als kostengünstige Alternative zum Dispokredit

Im Darlehensbereich gibt es zahlreiche Kredite, die von den Banken angeboten werden. Mit am häufigsten wird in dem Zusammenhang der Dispositionskredit genutzt, der einfach auf dem Girokonto zur Verfügung gestellt wird, falls die Bonität des Kunden ausreicht. Viele Bankkunden beschweren sich allerdings darüber, dass die Zinsen beim Dispokredit sehr hoch sind, sodass dieses Darlehen als vergleichsweise teuer gilt. Immerhin fallen je nach Bank zwischen acht und über zwölf Prozent an Sollzinsen an, wenn das Girokonto überzogen wird. Es gibt jedoch noch andere Kredite, die in vielen Fällen eine echte Alternative zum Dispositionskredit sein können.

Zu diesen Alternativen gehört unter anderem der Abrufkredit, der von nicht wenigen Banken angeboten wird. Der wesentliche Vorteil besteht beim Abrufkredit darin, dass er vom Zinssatz her im Vergleich zum Dispositionskredit meistens (erheblich) günstiger ist. Von der Funktionsweise her ist der Abrufkredit im Prinzip eine Mischung aus zwei Darlehen, nämlich zum einen aus dem Dispositionskredit und zum anderen aus einem gewöhnlichen Ratenkredit. Der Abrufkredit funktioniert zunächst einmal so, dass der Kunde von seiner Bank einen gewissen Kreditrahmen zur Verfügung gestellt bekommt, wie es auch beim Dispositionskredit der Fall ist. Über diese Kreditlinie kann der Kontoinhaber dann nach Belieben verfügen. Im Gegensatz zum Dispositionskredit wird beim Abrufkredit allerdings fast immer eine Mindestrückführung vereinbart, die zum Beispiel fünf oder zehn Prozent der in Anspruch genommenen Darlehenssumme pro Monat betragen kann.

Wer beispielsweise einen Abrufkredit in Höhe von 5.000 Euro eingeräumt bekommt, der kann das spezielle Kreditkonto bis zu diesem Betrag problemlos in Anspruch nehmen. Sind die 5.000 Euro beansprucht, muss zunächst eine Rückführung erfolgen, denn das Kreditlimit darf nicht überschritten werden. Ein weiterer Vorteil besteht beim Abrufkredit darin, dass nur für den Betrag Zinsen berechnet werden, der vom Kunden tatsächlich auf dem Kreditkonto in Anspruch genommen wird. Dies ist eine Gemeinsamkeit mit dem Dispositionskredit, denn auch hier zahlt der Kunde nur für tatsächliche Kontoüberziehungen Sollzinsen. In vielen Fällen kann der Abrufkredit also eine echte und vor allen Dingen kostengünstige Alternative zum Dispositionskredit darstellen.
 
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