Dienstag, 17. September 2019

Bauspardarlehen im Tilgungs- und Zinsvergleich

Ein Bausparvertrag stellt für viele Verbraucher eine sehr gute Möglichkeit dar, einen Teil zur später geplanten Immobilienfinanzierung beizusteuern. Denn der Bausparvertrag besteht zum einen aus dem Bausparguthaben und zum anderen kann später beim Erreichen der Zuteilungsreife auch das zinsgünstige Bauspardarlehen genutzt werden. Wer schon bei Abschluss des Bausparvertrages sicher ist, dass er dieses Bauspardarlehen später einmal in Anspruch nehmen möchte, der sollte sich auch für den richtigen Bauspartarif entscheiden.

Denn je nach Vorhaben bieten die Bausparkassen unterschiedliche Tarife an, wobei die Konditionen einerseits vorteilhaft für reine Bausparer, aber andererseits auch vorteilhaft für Kunden sein können, die das Bauspardarlehen später nutzen möchten. Aus dem Grunde sollte man die verschiedenen Tarife der unterschiedlichen Bausparkassen genau miteinander vergleichen, sowohl was die Zinsen als auch die Tilgung des Bauspardarlehens angeht. Das Bauspardarlehen kann im Tilgungs- und Zinsvergleich mit einem „normalen“ Immobilienkredit der Banken meistens sehr gut abschneiden, und damit sind nicht nur die günstigen Kreditzinsen gemeint.

In erster Linie zeichnet sich das Bauspardarlehen aber nach wie vor dadurch aus, dass der Zinssatz, den der Bausparer für das Darlehen zahlen muss, meistens niedriger als die Hypothekenzinssätze sind, die für die Hypothekendarlehen gezahlt werden müssen. Ein weiterer Vorteil besteht bezüglich der Zinsen beim Bauspardarlehen darin, dass der Zinssatz für die gesamte Rückzahlungsdauer Bestand hat, also bis zur vollständigen Tilgung des Bauspardarlehens. Bei den Immobilienkrediten der Banken ist das hingegen selten der Fall, denn selbst wenn man eine Zinsfestschreibung von zehn Jahren vereinbart, muss man diese anschließend zu anderen Konditionen verlängern, da die Gesamtlaufzeit bei Immobilienkrediten selten unter 20 Jahren liegt.

Aber nicht nur bei den Zinsen schneidet das Bauspardarlehen im Vergleich mit dem Hypothekenkredit gut ab, sondern bei vielen Bauspartarifen zeigen sich auch im Hinblick auf die Tilgung des Kredites Vorteile. Die Tilgung steht nämlich ebenfalls bereits beim Abschluss des Bausparvertrages fest. Der Kunde weiß also genau, mit welcher monatlichen Kreditrate, die einerseits aus der Zinszahlung und andererseits aus der Tilgung des Bauspardarlehens besteht, er später dann zu rechnen hat. Zudem ist es bei vielen Bauspartarifen erlaubt, neben der regelmäßigen Tilgung auch noch Sondertilgungen zu leisten. Bei Immobilienkrediten ist dies hingegen öfter nicht möglich bzw. es entstehen zusätzliche Kosten, falls der Kunde eine Sondertilgung vornehmen möchte.
 
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