Samstag, 16. Oktober 2021

Eigentumswohnung finanzieren

Längst ist es nicht mehr so, dass man immer vom eigenen Haus als Eigenheim träumt. Immer häufiger entscheiden sich die Deutschen auch für die Eigentumswohnung. In Anbetracht der stetig steigenden Single Haushalte hierzulande ist das ja auch kein Wunder. Die Eigentumswohnung bietet zudem den Vorteil, dass die Kosten doch deutlich geringer ausfallen können, man muss jedoch meist trotz allem eine Finanzierung für den Erwerb eben dieser aufnehmen.

Doch wie finanziert man die Eigentumswohnung nun eigentlich am günstigsten? Am einfachsten ist es hier sicherlich, man stellt die Finanzierung genauso wie die Finanzierung des Hauses auf. Es sollten also stets verschiedene Säulen zusammen gesetzt werden, um eine wirklich solide Finanzierung der Eigentumswohnung auf die Beine stellen zu können. Das heißt, einen Großteil der gesamten Finanzierung wird auch hier das Bankdarlehen ausmachen. Dabei wird zunächst einmal der Wert der Eigentumswohnung zugrunde gelegt, der als Beleihungsgrenze gilt. Bei der Finanzierung von der Bank sollte man nicht mehr als 60 Prozent dieser Beleihungsgrenze in Anspruch nehmen, da man diesen Betrag meist noch recht günstig erhält. Sobald jedoch der Beleihungswert von 60 Prozent überschritten wird, ist nur noch eine nachrangige Grundschuld Eintragung möglich, weshalb die Banken hier in der Regel höhere Zinsen verlangen werden. Deshalb sollte man nie mehr als 60 Prozent über die Hausbank finanzieren.

Die Differenz zwischen 60 und 80 Prozent des Beleihungswertes kann man am günstigsten mit einer Finanzierung von der Bausparkasse überbrücken. Das Bauspardarlehen wird dabei besonders häufig in Anspruch genommen, da es sehr geringe Zinsen bieten kann, selbst wenn man es bis zu höheren Beleihungsgrenzen in Anspruch nimmt. Ebenfalls kann man hier davon ausgehen, dass die Bausparkassen ihren Sparern vertrauen und deshalb auch eine zweitrangige Grundschuld in Kauf nehmen, ohne dabei die Zinsen zu erhöhen. Allerdings muss der Bausparvertrag bereits ausreichend angespart worden sein und auch die Zuteilungsreife muss bereits gegeben sein.

Eine weitere Säule bei der Finanzierung der Eigentumswohnung ist auch die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Von dieser stammt dann das eine oder andere besonders zinsgünstige Darlehen, welches staatlich gefördert wird. Diese Darlehen werden über die Hausbank beantragt und sollten in jeder Finanzierung für das Eigenheim oder die Eigentumswohnung mit inbegriffen sein. Denn nur so kann man davon ausgehen, auch eine wirklich günstige Finanzierung zu erhalten. Der Berater bei der Bank sollte dies immer entsprechend mit einbeziehen und seine Kunden über die Möglichkeiten mit der KfW informieren, um auf diese Art und Weise eine solide Finanzierung anbieten zu können.
 
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