Samstag, 16. Oktober 2021

Alternative Finanzierung - welche Möglichkeiten gibt es?

Immer mehr gerade kleine und junge Unternehmen stehen vor dem Problem, dass das eigene Kapital nicht ausreicht. Die bereits entwickelten Ideen sind außerordentlich gut, auch die Marktchancen stehen hier nicht schlecht. Dennoch ist die Finanzierung der Vorhaben für die herkömmlichen Banken zu risikoreich, weshalb man davon absieht. Die Bewertungskriterien der Antragsteller bei einer Kreditvergabe sind dabei besonders scharf geworden, schaut man sich die Entwicklungen in den letzten Jahren einmal genauer an. Dennoch sollte man nicht einfach klein bei geben und eher nach einer alternativen Finanzierung suchen, wenn die eigene Hausbank sich gegen die Vergabe von Krediten weigert.

Für die alternative Finanzierung haben Existenzgründer, ebenso wie kleine und mittlere Unternehmen verschiedene Möglichkeiten. Das so genannte Wagniskapital ist dabei wohl am bekanntesten. Große Unternehmen finden sich auf dem Markt, in die Gelder investiert wurden, die wiederum in junge, aufstrebende Firmen investiert werden sollen. Dabei erfolgt neben der Verzinsung des Fremdkapitals oftmals auch noch eine Beteiligung an den erzielten Gewinnen.

Ebenso findet man die Spin-Off-Finanzierung. Bei dieser ist es so, dass viele Unternehmen über ein bestimmtes Produkt verfügen, welches allerdings noch weiter entwickelt werden muss. Für diese Weiterentwicklung muss man jedoch ein gewisses Kapital aufbringen, was vielen Unternehmen nicht möglich ist. Da der Ansatz beim jeweils zugrunde liegenden Produkt oder der Dienstleistung aber bereits sehr gut ist, kann man diese Sparte mittels Spin-Off auslagern und so das Produkt weiter entwickeln, ohne dass das eigentliche Unternehmen, unter dessen Schirmherrschaft man steht, dadurch beeinträchtigt wird.

Weiterhin bietet das Franchising eine sinnvolle Alternative für Erweiterungen des Unternehmens, die nicht aus eigener Kraft finanziert werden können. Beim Franchising, einem sich stetig weiter entwickelnden Typ der alternativen Finanzierung, erhält man Ladeneinrichtung, Werbung und Co. zwar nicht umsonst, jedoch recht kostengünstig. Die monatliche Miete ist hier natürlich ebenso mit einzukalkulieren, wie ein bestimmter Anteil am Umsatz, der an den Franchisegeber abgeführt wird. Dennoch findet man das Franchising heute nicht mehr nur bei verschiedenen Schnell-Imbiss-Ketten, sondern immer häufiger auch im Bereich Telekommunikation und Internet. In Amerika sind drei Viertel aller Vertriebskanäle via Franchising aufgebaut und diese Entwicklung wird auch in Deutschland nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Es gibt also durchaus unterschiedliche Möglichkeiten, an das benötigte Fremdkapital heran zu kommen, auch wenn man von der Bank keinen Kredit erhält, weil dieser das Risiko für eine Kreditvergabe einfach zu hoch ist. Man sollte sich vor der Entscheidung jedoch auch ein wenig schlau machen.
 
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