Montag, 20. Mai 2024

Hochzinsanleihen als Investment mit guter Rendite

Da die Zinsen am Kapitalmarkt schon seit 2011 relativ gering sind, schauen sich immer mehr Anleger nach Alternativen um. Zwar ist vielen Kunden die hohe Sicherheit besonders wichtig, aber dennoch möchten sie nicht auf eine gute Rendite verzichten. Wenn es um Finanzprodukte geht, die mit einem Zinssatz ausgestattet sind, dann kommen zahlreiche andere Geldanlagen nicht infrage. Wer als Kunde nämlich unbedingt Zinsen als Ertragsart haben möchte, der kann weder in Aktien noch in viele Fonds oder sonstige Wertpapiere investieren, die andere Ertragsformen beinhalten.

Lässt man einmal die niedrig verzinsten Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen außer Acht, so kommen im Prinzip fast nur noch Anleihen infrage, wenn es um verzinsliche Finanzprodukte mit einer guten Rendite geht. Allerdings können sich Kunden nicht für alle Rentenpapiere entscheiden, die am Markt angeboten werden. Nimmt man Bundeswertpapiere als Beispiel, so handelt es sich dabei um Anleihen, die mit einem sehr geringen Zinssatz ausgestattet sind. Wer also in verzinsliche Wertpapiere investieren möchte und gleichzeitig auf eine gute Rendite aus ist, der sollte sich insbesondere im Bereich der sogenannten Hochzinsanleihen umsehen. Wie der Name schon sagt, sind Hochzinsanleihen verzinsliche Wertpapiere, die sich in erster Linie dadurch auszeichnen, dass der verbriefte Zinssatz über dem Durchschnittsniveau liegt. Dies ist auch gleichzeitig der größte Vorteil, den diese Rentenpapiere beinhalten. Anleger profitieren in diesem Fall davon, dass der Emittent der Anleihe einen besonders attraktiven Zinssatz anbietet.

Die Verzinsung kann sich durchaus im Bereich von sechs und mehr Prozent bewegen, während Anleger derzeit für Bundesanleihen kaum mehr als drei Prozent erhalten. Allerdings hat die hohe Verzinsung auch einen Nachteil, nämlich das erhöhte Risiko. Bei Hochzinsanleihen ist es fast immer so, dass es sich bei den Emittenten nicht um Staaten oder Unternehmen handelt, die mit einem sehr guten Rating versehen sind. Wer sich als Anleger für Hochzinsanleihen interessiert, der sollte demnach stets auf das Emittentenrisiko achten. Ein typisches Beispiel für eine aktuelle Hochzinsanleihe sind griechische Staatsanleihen, die schon seit einigen Jahren mit einem sehr hohen Zinssatz ausgestattet sind. Gleichzeitig wird an diesem Beispiel allerdings auch deutlich, dass solche Rentenpapiere mit einem überdurchschnittlichen Risiko versehen sind. Der Anleger kann sich nämlich nicht unbedingt darauf verlassen, dass er die zugesagten Zinsen auch tatsächlich erhält. Viel wichtiger ist jedoch, dass die Rückzahlung des investierten Kapitals keineswegs sehr sicher ist. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Hochzinsanleihen zwar mit einem sehr attraktiven Zinssatz versehen sind, gleichzeitig aber auch ein hohes Risiko beinhalten.
 
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