Freitag, 24. Mai 2019

MiFID sorgt für mehr Anlegerschutz und Transparenz

Im Finanzbereich gibt es zahlreiche Regulierungen, Verordnungen und Gesetze, an die sich insbesondere die Finanzdienstleister bzw. Banken halten müssen. Es handelt sich dabei auf der einen Seite um sehr spezifische Richtlinien, die zum Beispiel nur den Bankensektor oder einzelne Institute betreffen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch zahlreiche Richtlinien, die nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union gültig sind. Zu diesen Verordnungen zählt unter anderem auch die sogenannte MiFID. Es handelt sich dabei um die Abkürzung für die englische Bezeichnung „Markets in Financial Instruments Directive“.

Übersetzt bedeutet dies: „Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente“. Was diese Richtlinie im Detail vorgibt, lässt sich natürlich nicht in wenigen Worten zusammenfassen. Vereinfacht ausgedrückt geht es in erster Linie darum, dass bestimmte Verhaltensmaßnahmen der Finanzdienstleister im Wertpapierdienstleistungsbereich, aber auch in anderen Bankbereichen gefordert werden. Insbesondere Anlegerschutz und mehr Transparenz sind es, die durch die Einhaltung der MiFID-Richtlinien sichergestellt werden sollen. Die wesentlichen Regelungen betreffen beispielsweise die Eignung des jeweiligen Anlageberaters, die Angemessenheit der vorgeschlagenen Finanzprodukte und darüber hinaus gibt es auch diverse Vorschriften, welche die Dokumentation von Finanzmarktgeschäften betreffen. Der Anlegerschutz ist eines der obersten Ziele, die durch die Richtlinie über Märkte und Finanzinstrumente erreicht werden sollen.

Für den einzelnen Anleger sind die Vorschriften der Richtlinie in der Praxis allerdings kaum von Bedeutung. Zwar müssen die jeweiligen Berater der Bank natürlich auf deren Grundlage handeln, jedoch wird der Kunde davon bewusst nichts mitbekommen. Dennoch werden die Regularien in der Praxis natürlich umgesetzt und sind für Eingeweihte deutlich zu erkennen. So ist es beispielsweise schon seit vielen Jahren eine Pflicht, dass die Anlageberatung im Wertpapierbereich nach genauen Vorgaben dokumentiert wird. Die Dokumentationspflicht kommt letztendlich auch dem jeweiligen Kunden zugute, denn es werden wichtige Details zusammengefasst und notiert, die beispielsweise im Zuge des Beratungsgespräches besprochen worden sind. Somit trägt die Finanzmarktrichtlinie auf jeden Fall dazu bei, dass Anleger eine große Sicherheit und Transparenz bei der erfolgten Beratung haben.
 
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