Dienstag, 21. November 2017

In eine Geldanlage steueroptimiert investieren

Die Sparerfreibeträge werden von der Bundesregierung regelmäßig gekürzt. Das heißt, dass man immer weniger Erträge aus Zinsen und dergleichen erhalten darf, will man diese nicht versteuern. Sobald der Freibetrag aufgebraucht ist, müssen alle darüber liegenden Erträge mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden, sodass von den Erträgen vieler Anlagen fast nichts mehr übrig bleibt. Insofern setzen sich auf dem Markt auch zunehmend mehr steueroptimierte Geldanlagen durch.

So finden sich vor allen Dingen Rentenfonds, die so steueroptimiert arbeiten. Bisher hatten sie vorwiegend in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Das heißt, dass sie hierbei Zinserträge erwirtschaftet haben, die allerdings voll versteuert werden mussten. Mittlerweile ist man dazu übergegangen in Anleihen zu investieren, die wiederum unterhalb 100 Prozent des jeweiligen Nennwertes notieren. Dabei sollen diese Anleihen dann wiederum zu einem höheren Kurs verkauft werden, wodurch weniger Zinserträge, aber mehr Kursgewinne entstehen, die steuerfrei bleiben. Sofern es sich um eine Fondsgesellschaft handelt, ist diese, im Gegensatz zu privaten Anlegern, nicht dazu verpflichtet, die Papiere mindestens für 12 Monate zu halten. Sie kann sie auch vorher veräußern und die Kursgewinne bleiben dennoch steuerfrei.

Wer also vorhat, eine größere Summe in derartige Anlageformen zu investieren bzw. seinen Sparerfreibetrag bereits anderweitig aufgebraucht hat, der sollte sich in jedem Fall für eine steueroptimierte Geldanlage entscheiden. Insbesondere im Hinblick auf die Abgeltungssteuer ist dies wichtig. Deshalb sollte man in bestimmte Anlageformen auch noch in diesem Jahr investieren und nicht erst bis zum nächsten Jahr warten. Denn dann muss man in der Regel schon mit Steuern rechnen, die direkt von den Erträgen einbehalten werden. Dabei kann man sich diese gezahlten Steuern nur im Folgejahr im Zuge der Einkommenssteuererklärung zurück holen, wodurch natürlich wiederum Zinsverluste entstehen. Denn bis man die Steuern wieder zurück erhält, steht einem das Geld nicht zur Verfügung und man kann es nicht gewinnbringend anlegen.

Die steueroptimierten Anlagen sollten aber ebenfalls einem genauen Vergleich unterzogen werden, bevor man sich für sie entscheidet. Denn nur so kann man die für sich persönlich beste Form der Geldanlage finden. Das Internet bietet hier erste Anhaltspunkte, da man hier bereits auf verschiedenen Webseiten Vergleiche anstellen kann. Neben möglichst geringen zu zahlenden Steuern sollten aber auch die zu erwartenden Renditen betrachtet werden. Diese sollten nach Möglichkeit natürlich hoch sein, damit man auch etwas von der Anlage an sich hat. Der Vergleich im Internet sollte sich aber nicht nur auf die Zukunftserwartungen beschränken. Ebenfalls sollte man sich die Performances der Vergangenheit betrachten.
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