Samstag, 24. Juli 2021

Anlagerisiko - Worauf sollten Anleger achten?

Es gibt verschiedene Anlegertypen, die sich vor allem in ihrer Einstellung zur Sicherheit und zum Risiko einer Geldanlage voneinander unterscheiden. Entsprechend dieser Einstellung zu Sicherheit und Risiko muss bei der Wahl der passenden Kapitalanlage auch darauf geachtet werden, dass das gewählte Produkt zu diesen Vorgaben passt. So ist es zum Beispiel völlig falsch, wenn sich ein sehr auf Sicherheit bedachter Anleger für Optionsscheine oder geschlossene Fonds als Anlageform entscheiden würde.

Das Anlagerisiko einer Geldanlage wird in fünf verschiedene Risikoklassen klassifiziert bzw. die verschiedenen Produkte werden in eine dieser fünf Risikoklassen, auch als Anlageklassen bezeichnet, einsortiert. Bei der Anlageklasse I handelt es sich zum Beispiel um Produkte wie Tagesgeld oder Spareinlagen, die ein sehr geringes Risiko aufweisen. In der Anlageklasse (Risikoklasse V) finden sich hingegen sehr risikoreiche Geldanlagen, wie zum Beispiel Devisen oder Derivate. Grundsätzlich sollte der Anleger nicht nur wissen, welche Geldanlage zu welcher Risikoklasse zählt, sondern welches Anlagerisiko im Einzelnen mit dem jeweiligen Anlageprodukt verbunden sein kann.

Insgesamt gibt es vier Risiken, die im Zusammenhang mit einem Anlageprodukt überhaupt auftreten können, mehr als vier Risiken gibt es nicht. Und nur ganz wenige Anlagen weisen wirklich alle vier Risiken auf, sind demnach als hochspekulativ zu bezeichnen. Das wohl größte Anlagerisiko ist das Emittentenrisiko, welches jedoch leider fast alle Anlageprodukte aufweisen, selbst die als so sicher geltenden Spareinlagen. Allerdings ist dieses Risiko gerade bei den als sehr sicher geltenden Produkten wie Tagesgeld, Spareinlagen oder auch Bundesanleihen sehr gering, weil auch ein Schutz durch die Einlagensicherung besteht. Außer dem Emittentenrisiko weisen relativ viele Anlageprodukte auch ein Kursrisiko auf. Das gilt im Prinzip für alle Geldanlagen, die bei Fälligkeit oder zu jederzeit nicht garantieren, dass der Anleger sein investiertes Kapital zu 100 Prozent zurückbekommt.

Insofern trifft dieses Risiko zwar nicht auf Tagesgeld, Festgeld, Spareinlagen und viele Anleihen zu, dafür dann aber auf solche Anlageprodukte wie Aktien, Fonds, Derivate und einige speziellere Anlageformen, wie zum Beispiel geschlossene Fonds. All diese Anlageformen weisen zudem auch ein Ertragsrisiko auf. Denn weder bei Fonds noch bei Aktien, und schon gar nicht bei Derivaten steht fest, mit welcher Rendite der Anleger wieder aus dem Geschäft gehen wird. Das Währungsrisiko kann man hingegen sehr leicht vermeiden, indem man nur in Anlagen investiert, die in Euro getätigt werden und bei denen keine Fremdwährung eine Rolle spielt.
 
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