Samstag, 24. Juli 2021

Geldanlage und Einlagensicherung bei Auslandsbanken

Immer mehr Verbraucher trauen sich auch hierzulande inzwischen, ihr Kapital zumindest teilweise bei einer Bank im Ausland anzulegen. Solche Einlagen bei Banken, die nicht im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ansässig sind, werden demzufolge auch als Auslandsbanken-Einlagen bezeichnet. Wie in vielen Bereichen der Fall, so gibt es deutlichere Unterschiede zwischen dem Inland und dem Ausland, so auch bei den Kapitalanlagen.

Allerdings ist auf der anderen Seite ebenfalls festzustellen, dass mittlerweile schon sehr viele Gemeinsamkeiten zwischen der Geldanlage bei inländischen Kreditinstituten und der Auslandsbanken-Einlage vorhanden sind. Warum entscheiden sich deutsche Anleger überhaupt für Auslandsbanken-Einlagen? Es gibt im Wesentlichen zwei Hauptgründe, warum Anleger hierzulande den Schritt wagen, und ihr Kapital bei einer ausländischen Bank anlegen. Ein Grund sind sicherlich die mitunter höheren Zinsen, die bei ausländischen Geldanlagen zu erhalten sind. Aber auch andere Produkte, die es hierzulande nicht oder nur selten gibt, stellen sicherlich einen Grund für das Auslands-Investment dar. Wenn man sich für die Auslandsbanken-Einlagen entschieden hat, dann ist das Thema Einlagensicherung sehr wichtig. Allerdings sind davon im Prinzip nur diejenigen Anleger betroffen, die ihr Kapital ganz bewusst sehr sicher - auch und gerade im Ausland - anlegen möchten.

Denn auf Anlageformen und Anlageprodukte wie Aktien, Fonds oder Anleihen trifft die Einlagensicherung ohnehin nicht zu, sodass man sich dann diesbezüglich auch nicht weiter informieren muss. Anders stellt sich die Situation jedoch dar, wenn man auch im Ausland sehr sichere Geldanlagen nutzen möchte, wie zum Beispiel ein Tagesgeldkonto oder eine Termingeldanlage. In diesem Fall sollte man sich genau und im Detail darüber Informationen einholen, ob und wenn ja, welche Einlagensicherung im Ausland besteht. Die insgesamt beste Einlagensicherung gibt es in Deutschland und zwar aufgrund der Tatsache, dass viele Banken hierzulande noch eine private Einlagensicherung durchführen. Bei ausländischen Banken gilt es zunächst zu überprüfen, welche Einlagensicherung vorhanden ist.

Befindet sich die Auslandsbank im Raum der Europäischen Währungsunion, kann man sich als Anleger zumindest sicher sein, dass die Einlagen auf den zuvor genannten Konten (Tagesgeld-, Festgeld- und Sparkonto) zumindest bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt sind. Zudem sind manche Auslandsbanken, die ihre Angebote auch in Deutschland unterbreiten, durchaus über einen deutschen Einlagensicherungsfonds zusätzlich abgesichert, wie zum Beispiel die Bank of Scotland. Wichtig ist jedoch, dass man sich als Anleger vor einer geplanten Auslandsbanken-Einlage stets im Einzelfall bezüglich der Einlagensicherung informiert. Denn wenn keine Einlagensicherung vorhanden ist, besteht demzufolge ein größeres Emittentenrisiko.
 
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