Donnerstag, 20. Juni 2024

Flexible Mischfonds aus Aktien und Anleihen

Wer sich als Sparer oder Anleger auch für den Bereich der Investmentfonds interessiert, der steht zunächst einmal einer großen Auswahl an verschiedenen Fondsarten gegenüber. Daher ist es sinnvoll, sich über die Fonds zu informieren oder zumindest Schritt für Schritt einzugrenzen, welche Fondsarten überhaupt infrage kommen. Die erste Eingrenzung erfolgt in der Regel dorthin gehend, ob nur offene Fonds oder auch geschlossene Fonds infrage kommen. Die meisten Anleger möchten nicht in geschlossene Fonds investieren, da diese als vergleichsweise risikoreich gelten.

Zudem kann dort erst ab einer gewissen Mindestanlagesumme, die oft zwischen 5.000 und 10.000 Euro liegt, investiert werden. Insofern kommen also für die meisten Anleger, und vor allen Dingen für die regelmäßigen Sparer, nur die offenen Fonds in Betracht. Die offenen Fonds lassen sich in vier Gruppen einteilen, und zwar nach der Art des Produktes, in welche die jeweiligen Fonds die „Beiträge“ der Sparer und Anleger investieren. Neben den Immobilienfonds gibt es daher mit den Aktienfonds, Geldmarktfonds und Rentenfonds noch drei weitere Hauptvarianten. In dem Zusammenhang gibt es nicht wenige Anleger, die sich zunächst einmal nicht zwischen Renten- und Aktienfonds entscheiden können. Die Aktienfonds versprechen einerseits eine gute Rendite, beinhaltet jedoch auf der anderen Seite das Risiko, dass Kapitalverluste entstehen können. Bei vielen Rentenfonds ist genau das Gegenteil der Fall, denn diese gelten als vergleichsweise sicher, bei einer allerdings häufig nicht so guten Rendite.

Da also beide Fondsarten ihre Vorteile und Nachteile haben, entscheiden sich inzwischen immer mehr Anleger für eine Art Mittelweg, und zwar für die sogenannten Mischfonds. Die auch unter der Bezeichnung „gemischte Fonds“ angebotenen Fondsprodukte kennzeichnen sich in erster Linie dadurch, dass sie eben nicht nur in Aktien oder in Renten investieren, wie es bei reinen Aktien- oder Rentenfonds der Fall ist. Stattdessen können die Mischfonds sowohl in Aktien als auch in Anleihen investieren, mitunter auch noch in Geldmarktpapiere. Der große Vorteil ist in dem Zusammenhang die Flexibilität der Fondsgesellschaft. Ist nämlich zum Beispiel die Entwicklung am Aktienmarkt schlecht, investiert der Fonds einfach vermehrt in Rentenpapiere. Sind die Kapitalmarktzinsen hingegen gering, kauft der Fonds einfach verstärkt Aktien. Zudem kann der Anleger aus einer guten Mischung zwischen Ertrag und Sicherheit profitieren.
 
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