Samstag, 24. Juli 2021

Günstige Immobilienfinanzierungen mit Wohnriester

Derzeit haben die Verbraucher die Möglichkeit, den Wunsch nach dem eigenen Heim so günstig wie selten zuvor erfüllen zu können. Denn Immobilienfinanzierungen sind aufgrund der niedrigen Hypothekenzinsen sehr günstig, sodass sich inzwischen im Grunde jeder einen Immobilienkredit leisten kann, der auch jetzt schon eine gewisse Miete zahlen kann. Darüber hinaus beteiligt sich sogar der Staat an den finanziellen Ausgaben, indem er verschiedene Förderungen zur Verfügung stellt.

Eine Förderung wird auch als Wohnriester bezeichnet und leitet sich im Grunde von der Riester-Rente ab. Mit dem Begriff Wohnriester ist gemeint, dass die vom Staat gezahlte Zulage (Grundzulage und bei vorhandenen Kindern auch die Kinderzulage) zur Finanzierung eines Immobilienerwerbs genutzt werden können. Die einzige Bedingung ist im Prinzip, dass es sich um selbst genutztes Wohneigentum handeln muss. Es gibt zwei verschiedene Wege, wie die Riester-Förderung in die Finanzierung eingebunden werden kann. Der erste Weg besteht darin, dass der Sparer zunächst einen „ganz normalen“ Riester-Sparvertrag abschließt und einige Jahre in diesen Sparvertrag einzahlt.

Jedes Jahr werden dann zunächst die Zulagen gutgeschrieben. Ist dann schließlich das Haus gekauft oder gebaut worden, sodass die Finanzierung über einen Immobilienkredit akut wird, kann das bereits vorhandenen Guthaben aus dem Riester-Sparvertrag mit zur Tilgung des Immobilienkredites eingesetzt werden. Es handelt sich bei dieser Vorgehensweise deshalb um eine Besonderheit, weil es normalerweise nicht möglich ist, den Riester-Vertrag prämienunschädlich vorzeitig aufzulösen. In diesem Fall, da das Geld zur Finanzierung der eigenen Immobilie eingesetzt wird, ist dies mittels Wohnriester jedoch gestattet. Der zweite Weg ist noch vergleichsweise neu und beinhaltet, dass die jährlichen Zulagen auch auf direkte Weise in die Tilgung des Darlehens einfließen können.

Der Sparer muss die Zulagen also nicht erst in einen Sparvertrag fließen lassen, sondern kann sie direkt als Tilgung des Kredites mit einkalkulieren. Grundsätzlich dürfte es sich bei dieser direkten Zahlung sogar um den finanziell lohnenswerteren Weg handeln, denn eigentlich ist es immer günstiger einen Kredit schneller abzuzahlen als zunächst anzusparen, da die Sparzinsen in aller Regel niedriger als die Kreditzinsen sind. Allerdings sollten Verbraucher dennoch ausrechnen, welcher Weg der günstigere ist. Denn da die Hypothekenzinsen derzeit so niedrig sind, kann es durchaus sein, dass die Zinsen geringer als Anlagezinsen sind.
 
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