Dienstag, 12. November 2019

Emissionsangebote an Laufzeitfonds mit Kapitalgarantie vergleichen

Im Fondsbereich ist die Angebotsvielfalt heutzutage sehr groß, sodass auch auf spezielle Bedürfnisse der Kunden eingegangen werden kann, denn für nahezu jeden Bedarf lässt sich ein passender Fonds finden. Beim überwiegenden Teil aller offenen Fonds ist es so, dass diese Fonds keine bestimmte Laufzeit haben, sondern im Grunde, wie zum Beispiel auch Aktien, zeitlich uneingeschränkt gekauft oder verkauft werden können. Es gibt aber auch Ausnahmen von dieser Regel, wie zum Beispiel die Laufzeitfonds. Wie schon an der Bezeichnung deutlich wird, handelt es sich bei den Laufzeitfonds um solche Fonds, die eben keine zeitlich unbegrenzte Investitionsmöglichkeit bieten, sondern die nur über einen gewissen Zeitraum existieren.

Am Ende der Laufzeit wird der Fonds dann aufgelöst und das vorhandene Kapital wird an die Anteilsinhaber, also an die Anleger, ausgezahlt. Für den Anleger ist es demzufolge natürlich sehr wichtig zu wissen, dass er in einen Laufzeitfonds investieren möchte, denn dieser grenzt sich durchaus durch einige Eigenschaften von vielen anderen offenen Fonds ab, sodass es für den Anleger einige Dinge zu beachten gibt. Die grundlegende Eigenschaft eines jeden Laufzeitfonds wurde bereits erläutert, nämlich die begrenzte Laufzeit. Diese kann von jedem Fonds individuell festgelegt werden und steht von Beginn an fest.

Daher weiß auch jeder Anleger schon vor dem Investment in den Fonds, zu welchem Zeitpunkt dieser aufgelöst werden wird. Die begrenzte Laufzeit ist aber nicht das einige Hauptmerkmal der Laufzeitfonds. Eng verbunden mit der befristeten Anlagedauer ist nämlich, dass man die Fondsanteile nur bis zu einem bestimmten Termin erwerben kann, was im Vergleich zu den anderen offenen Fonds ebenfalls „unüblich“ ist. Der Zeitraum zwischen dem ersten Emissionsangebot und dem Ablauf der Zeichnungsmöglichkeit wird auch als Zeichnungsfrist oder als Zeichnungsphase bezeichnen. Wer diesen Zeitraum als interessierter Anleger verpasst, der kann anschließend auch keine Fondsanteile mehr erwerben.

Von daher sind die Laufzeitfonds in diesem Punkt auch mit den geschlossenen Fonds zu vergleichen, denn auch dort können Anteile nur während der Zeichnungsphase erworben werden. Einen großen Unterschied zwischen den geschlossenen Fonds und den Laufzeitfonds gibt es jedoch im Hinblick auf die Rückgabe der erworbenen Fondsanteile. Diese ist bei den geschlossenen Fonds nämlich in der Regel erst nach vier bis sechs Jahren ab Kauf möglich, während die Anteile an den Laufzeitfonds jederzeit wieder verkauft werden können. Da das Investment in Laufzeitfonds zum Laufzeitende hin mit einer Art Kapitalgarantie verbunden ist, kauft der Fonds im Normalfall ausschließlich Rentenpapiere, deren Restlaufzeit der des Fonds entspricht.
 
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