Montag, 18. Dezember 2017

Abgezinster Sparbrief

Die Sparbriefe werden hierzulande als Form der Geldanlage zunehmend beliebter. An erster Stelle liegt das wohl an der hohen Planungssicherheit, die man hier erhält. Denn beim Sparbrief wird ein Geldbetrag für einen gewissen Zeitraum fest angelegt. Das heißt, man kann während des vereinbarten Zeitraums nicht über das im Sparbrief angelegte Geld verfügen. Die Anlagezeiträume können dabei unterschiedlich gewählt werden, meist zwischen einem und zehn Jahren. Der einmal vereinbarte Zinssatz für den Sparbrief kann während dieses Zeit von der Bank nicht geändert werden, selbst wenn der Marktzins sich verändert. Den Sparbrief kann man aber ebenso wenig verkaufen, bevor die Laufzeit abgelaufen ist. Es besteht lediglich die Möglichkeit der Beleihung, wobei die Zinsen hierfür etwa ein bis zwei Prozent über den Guthaben Zinsen liegen.

Sparbriefe kann man dabei in unterschiedlichen Varianten erhalten. Es ist möglich, dass die Zinszahlung jährlich auf ein Referenzkonto des Kunden, meist dessen Girokonto erfolgt. Ebenso kann die Zinszahlung auf dem Sparbrief aufgerechnet werden und wird im nächsten Jahr mit verzinst, sodass man hierbei vom Zinseszins Effekt profitieren kann.

Eine Sonderform der Sparbriefe ist der so genannte abgezinste Sparbrief. Dabei handelt es sich um einen Sparbrief, der auf einen bestimmten Nennbetrag lautet, wie zum Beispiel 1.000 Euro. Für diesen Sparbrief wird nun eine Laufzeit von einem Jahr und ein Zinssatz von vier Prozent vereinbart. Der Anleger kauft den Sparbrief zum Preis von 960 Euro und erhält nach einem Jahr die 1.000 Euro ausgezahlt. Dadurch erhält man die Zinsen also direkt auf den Sparbrief, sodass von vornherein feststeht, wie hoch dessen Nennbetrag ausfallen wird. Man zahlt jedoch nicht den Nennbetrag selbst, sondern diesen abzüglich der anfallenden Zinsen an die Bank und erwirbt somit den abgezinsten Sparbrief.

Diese Variante ist mit allen erdenklichen Werten, Zinssätzen und Laufzeiten möglich. Man sollte aber auch hier von vornherein vergleichen, inwiefern die Zinsen ausreichend hoch sind, bevor man sich für einen bestimmten Sparbrief entscheidet. Denn hier sind die Unterschiede je nach Bank doch nach wie vor recht groß. Ferner muss man vergleichen, welche Mindesteinlagen von den einzelnen Banken verlangt werden, ebenso wie die Laufzeit letztlich entscheidend ist. Denn nicht jeder kann auf das Geld im Sparbrief tatsächlich mehrere Jahre verzichten. In solchen Fällen sollte auf eine kürzere Laufzeit zurück gegriffen werden.

Die meisten Banken verlangen eine Mindestanlage von 500 Euro, um einen Sparbrief zu kaufen, mittlerweile finden sich aber zunehmend mehr Banken, bei denen man mindestens 2.500 oder gar 5.000 Euro anlegen muss, um einen Sparbrief zu erhalten. Deshalb ist hier ebenfalls genau zu vergleichen.
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