Freitag, 25. Mai 2018

Unterschiede zwischen Investments Private Equity und Hedgefonds

Während sich viele Anleger mit sehr konventionellen Anlageformen zufriedengeben, wie zum Beispiel mit dem Tagesgeld, Spareinlagen oder auch mit dem Investment in Anleihen, gibt es natürlich auch viele Anleger, die an etwa spezielleren Anlageformen interessiert sind. Zu diesen spezielleren Investments, die auch bei Weitem nicht für jeden Anleger geeignet sind, gehören unter anderem Privat Equity und die Hedgefonds. Bevor näher auf die Gemeinsamkeiten und auf die Unterschiede zwischen diesen zwei Anlageformen eingegangen wird, sollte zunächst kurz definiert werden, worum es sich bei diesen zwei Investmentarten in Detail handelt und wodurch sich die Anlagen auszeichnen können.

Unter dem Begriff Private Equity werden im Prinzip Investments in Unternehmen zusammengefasst, die nicht über die Börse vorgenommen werden. Üblicherweise sammeln die Unternehmen benötigtes Kapital zum Beispiel über die Ausgabe von Aktien oder Anleihen, die von den Anlegern über die Börse gekauft werden können. Auch im Bereich Private Equity sammeln die Unternehmen von den Anlegern Kapital ein, jedoch nicht über die Börse, sondern außerbörslich. Ein Beispiel sind die Privat Equity Fonds. Dabei handelt es sich um geschlossene Fonds, über die der Anleger sich an einem oder mehreren Unternehmen beteiligen kann.

Auch bei den Hedgefonds handelt es sich um Fonds, die allerdings nur wenige Gemeinsamkeiten mit den offenen Fonds haben, die viele Anleger zum Beispiel in Form von Aktienfonds oder Rentenfonds nutzen. Die Hedgefonds sind deutlich weniger als offene Fonds reguliert und die Gesellschaft hat oftmals nahezu alle Freiheiten, was die Art der Investitionen angeht. Daher werden die Hedgefonds auch fast immer mit einem sehr spekulativen Investment in Zusammenhang gebracht, da der Fonds vorwiegend in Derivate investiert oder auch Leerverkäufe durchführt. Eine Gemeinsamkeit von Privat Equity und Hedgefonds ist sicherlich, dass es sich in beiden Fällen um eine eher spekulative Anlageform handelt, wobei die Hedgefonds insgesamt noch deutlich spekulativer als der Bereich Privat Equity ist.

Auf jeden Fall sind beide Anlageformen nicht für Anleger geeignet, die auf eine hohe Sicherheit bedacht sind. Ein großer Unterschied zwischen beiden Investitionsformen besteht darin, dass der Anleger im Bereich Private Equity meistens nur in ein Unternehmen oder in wenige Unternehmen investiert, während bei den Hedgefonds ohnehin meistens über Derivate sehr abstrakt in Aktien, Rohstoffe oder andere Werte investiert wird. In beiden Fällen sind in der Regel bestimmte Mindestanlagesummen von 5.000 Euro oder mehr notwendig, damit der Anleger in Hedgefonds oder im Bereich Private Equity investieren kann.
 
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