Samstag, 24. Juli 2021

Zeichnungsfristen und Renditeaussichten bei Laufzeitfonds

Im Fondsbereich gibt es eine sehr große Auswahl, sodass es manchen Anlegern schwerfällt, sich für die passende Fondsart zu entscheiden. So gibt es zum Beispiel die Einteilung in offene und geschlossene Fonds, und in diesen zwei großen Gruppen gibt es dann zudem noch eine ganze Reihe von unterschiedlichen Fondsarten. Zu den offenen Fonds gehören zum Beispiel die Aktienfonds und die Rentenfonds, aber es gibt darüber hinaus auch noch speziellere Fondsarten, wie zum Beispiel die Mischfonds oder die Garantiefonds. Die offenen Fonds zeichnen sich unter anderem normalerweise dadurch aus, dass die Fondsanteile jederzeit gekauft werden können.

Zudem gibt es keine Begrenzung, was die Dauer der möglichen Anlage angeht. Anders sieht es hingegen bei den sogenannten Laufzeitfonds aus, die eine besondere Form der offenen Fonds sind. Meistens handelt es sich bei den Laufzeitfonds um Rentenfonds, da bei den Anleihen ebenfalls mit einer festen Laufzeit und einem Ertrag kalkuliert werden kann, was zum Beispiel bei Aktien in der Form nicht möglich ist. Die Besonderheit der Laufzeitfonds besteht aber nicht nur darin, dass die Fonds zu einem bestimmten Termin aufgelöst werden, sondern die Fondsanteile können auch nur bis zu einem bestimmten Zeitraum erworben werden. Somit gibt es auch bei den Laufzeitfonds eine Zeichnungsfrist, die sonst im Fondsbereich eigentlich nur im Bereich der geschlossenen Fonds üblich ist.

Verkaufen kann der Anleger die Anteile an einem Laufzeitfonds allerdings jederzeit, es muss also nicht gewartet werden, bis der Fonds am Ende der Laufzeit liquidiert wird. Meistens bewegen sich die Laufzeiten bei den angebotenen Laufzeitfonds zwischen zwei und zehn Jahren, aber generell sind auch abweichende Laufzeiten möglich. Ferner sind die Laufzeitfonds meistens mit einer Kapitalgarantie ausgestattet, sodass der Anleger sicher sein kann, sein Kapital am Laufzeitende zurückzuerhalten. Was die Renditeaussichten bei den Laufzeitfonds angeht, so sind diese mit denen vieler Rentenfonds zu vergleichen. Denn da die Laufzeitfonds meistens eine Kapitalgarantie sowie einen festen Ertrag beinhalten, können im Grunde nur Anleihen von Emittenten mit einer relativ guten Bonität gewählt werden.

Diese Anleihen weisen allerdings meistens keine besonders gute Rendite auf, sodass bei einem Laufzeitfonds mit einer Rendite kalkuliert werden kann, die durchschnittlich zwischen drei und vier Prozent betragen dürfte. Allerdings gibt es auch in diesem Fondsbereich einige Ausnahmen, jedoch entscheidet sich der Anleger dann ganz bewusst für ein etwas riskanteres Investment, hat aber dann die Chance auf eine etwas höhere Rendite. Positiv wirkt sich allerdings die Tatsache auf die Rendite aus, dass bei Laufzeitfonds kaum Umschichtungen vorgenommen werden, sodass Management- und Verwaltungsgebühren oft vergleichsweise gering sind.
 
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