Freitag, 25. Mai 2018

Wetten auf steigende und sinkende Aktienkurse

Viele Anleger haben sich für das langfristige Investment in Aktien entschieden. Darüber hinaus gibt es aber auch sehr viele Kunden, die nicht in Aktien investieren, sondern vielmehr auf steigende oder sinkende Aktienkurse spekulieren möchten. Der wesentliche Unterschied zwischen einer Geldanlage bzw. einem Investment und einer Spekulation besteht darin, dass der Anleger beim Investment langfristige Erträge erzielen möchte, während es bei der Spekulation nur auf kurzfristige Gewinne ankommt, die natürlich möglichst hoch sein sollten.

Während manche Kritiker dieser Aktienspekulationen auch von einer Wette oder vom Zocken sprechen, sind die Spekulanten selbst fast immer der Meinung, dass eine Spekulation nicht mit einer Wette verglichen werden kann. Denn während es bei einer Wette ausschließlich auf das Glück ankommt, behaupten die meisten Spekulanten zumindest, dass die Gewinnchance mit der richtigen Strategie bei mehr als 50 Prozent liegt. Als Spekulant muss man sich auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass man ein nicht unerhebliches Risiko eingeht. Grundsätzlich kann man heute nicht nur auf steigende Aktienkurse, was die übliche Variante der Spekulation auf Aktienkurse ist, sondern ebenso auf fallende Aktienkurse spekulieren.

Diese Form der Spekulation kritisieren manche Experten ganz besonders, denn wirtschaftlich hat eine solche Spekulation keinen Wert. Vielmehr können solche Spekulationen sogar zu einem gefährlichen Kursverfall führen, der fundamental in keiner Weise zu begründen ist. Die einfachste Art der Spekulation ist nach wie vor der Kauf von Aktien. Der Kunde erwirbt an der Börse eine gewisse Anzahl einer bestimmten Aktie und hofft in der Folge, dass die Kurse möglichst schnell ansteigen. Sobald der Aktienkurs dann tatsächlich gestiegen ist, kann der Spekulant durch den Verkauf der Aktien einen Gewinn erzielen. Wie aber muss der Anleger vorgehen, wenn er von fallenden Kursen profitieren möchte?

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie Anleger auf fallende Aktienkurse spekulieren können. Der erste Weg ist der, einen sogenannten Leerverkauf zu tätigen. Beim Leerverkauf veräußert der Kunde Aktien, die er nicht im Besitz hat. Man unterscheidet hier zwischen einem gedeckten und einem ungedeckten Leerverkauf. Das „Problem“ besteht beim Leerverkauf darin, dass nicht alle Banken und Broker diese Möglichkeit überhaupt anbieten, und falls doch, so ist der Leerverkauf oftmals nur Kunden mit einer sehr guten Bonität gestattet. Wer nicht über den Leerverkauf auf fallende Kurse spekulieren kann, dem bleibt noch der Weg über die Derivate. So kann zum Beispiel durch den Kauf einer Put-Option mit Basis einer bestimmten Aktie ebenfalls auf fallende Aktienkurse spekuliert werden.
 
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