Freitag, 24. Mai 2019

An der EUREX Futures und Optionen handeln

Viele Anleger in Deutschland handeln mit Aktien, Anleihen oder Fonds, die häufig der langfristigen Geldanlage dienen. Insbesondere aufgrund der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt gibt es tendenziell immer mehr Anleger, die Spareinlagen und Tagesgeldern den Rücken kehren, sondern sich verstärkt für ein Investment in Wertpapiere interessieren. Es muss sich dabei jedoch nicht immer um eine langfristige Kapitalanlage handeln, sondern es gibt durchaus Möglichkeiten, wie wesentlich kurzfristiger investiert werden kann. Allerdings eignen sich Aktien und Anleihen eher weniger für eine kurzfristige Anlage, sondern es sind vielmehr sogenannte Derivate, die unter diesen Voraussetzungen geeignete Produkte sind.

Zu nennen sind hier in erster Linie Optionen, Futures und Optionsscheine. Während Aktien, Anleihen und einige andere Wertpapiere an den Wertpapierbörsen gehandelt werden, gibt es für den Handel mit Futures und Optionen spezielle Börsen. Diese Handelsplätze werden auch als Terminbörsen bezeichnet, was vor allen Dingen daran liegt, dass der jeweilige Kunde mit dem Kauf oder Verkauf einer Option bzw. eines Futures ein Geschäft tätigt, dessen Erfüllungszeitpunkt in der Zukunft liegt. Es handelt sich also um Termingeschäfte, die an der Terminbörse ausgeführt werden. Während Aktien und Anleihen beispielsweise über die Computerbörse XETRA gehandelt werden können, ist die dementsprechende Terminbörse in Deutschland die EUREX. Hier sind es insbesondere Futures und Optionen, die über Banken oder Broker vom jeweiligen Kunden gehandelt werden können. Allerdings ist es bei Weitem nicht jedes Kreditinstitut in Deutschland, welches überhaupt für Privatkunden den Handel mit Futures und Optionen an der EUREX ermöglicht.

Daher sollten sich interessierte Anleger zunächst einmal erkundigen, ob die Bank einen Zugang zur Terminbörse zur Verfügung stellt. Ein wesentliches Merkmal besteht beim Handel von Futures und Optionen über die EUREX darin, dass der Kunde ein sehr hohes Risiko eingeht. Zwar bieten Futures und Optionen einerseits Chancen auf hohe Gewinne mit wenig Kapitaleinsatz, aber auf der anderen Seite gibt es ein ebenso hohes Risiko, dass große Verluste entstehen können. Insbesondere bei Futures ist zu beachten, dass es sich dabei um Geschäfte handelt, die auf jeden Fall erfüllt werden müssen. Während der Kunde bei Optionen nämlich lediglich das Recht, aber nicht die Pflicht hat, beispielsweise Aktien als Basiswerte zu ordern, beinhaltet ein Future-Kontrakt gleichzeitig auch die Pflicht zur Ausführung. Demzufolge sind Futures noch etwas spekulativer einzustufen, als es bei Optionen ohnehin schon der Fall ist.
 
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