Mittwoch, 16. Oktober 2019

ETFs oft die besseren Investmentfonds

Wenn vom möglichen Investment in Fonds gesprochen wird, dann denken die meisten Verbraucher und Anleger an klassische Investmentfonds, die man von der Fondsgesellschaft erwerben kann. Besonders in den letzten zwei Jahren hat sich jedoch eine andere Fondsvariante am Markt deutlich stärker in den Vordergrund gebracht, nämlich die so genannten ETFs.

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds, wobei dieser Name auch bereits eine Haupteigenschaft dieser Fonds benennt, nämlich die Handelbarkeit an den verschiedensten Börsen. Denn Exchange Trades Funds bedeutet ins Deutsche übersetzt nichts anderes als „an der Börse handelbare Fonds“. Mitunter werden die ETFs auch als Indexfonds bezeichnet, da nahezu jeder ETF-Fonds als Aufgabe hat, einen bestimmten Index nachzubilden.

Der Fondsmanager würde dann zum Beispiel alle DAX-Aktien in dem gleichen Verhältnis kaufen, wie sie auch im DAX selbst gewichtet werden. Was viele Anleger sicherlich gar nicht vermuten würden: Von der Performance her betrachtet erzielen ETF-Fonds bessere Ergebnisse (im Durchschnitt), als es bei den klassischen Fonds mit einem aktiven Fondsmanagement der Fall ist. Es gibt aber noch weitere Gründe, warum ETFs oftmals die “besseren“ Investmentfonds sind.

Bezüglich der Performance belegen Auswertungen, dass nur 20 Prozent der aktiv gemanagten Investmentfonds es schafft, den vergleichbaren Index und somit den entsprechenden ETF zu „schlagen“. Würde man also einen klassischen Aktienfonds, der vorwiegend in DAX-Aktien investiert, mit dem DAX selbst und somit auch mit einem ETF-Fonds mit Basisindex DAV vergleichen, so würde der klassische Fonds in nur einem von fünf Fällen besser performen als der ETF, obwohl doch gerade durch das aktive Fondsmanagement erreicht werden soll, dass die Fonds eben besser als der jeweilige Vergleichsindex abschneiden.

Im Umkehrschluss heißt das natürlich, dass in etwa 80 Prozent der Fälle der ETF besser oder gleich gut wie der klassische Fonds abschneidet. Bezüglich der Sicherheit liegen ETF und klassischer Fonds gleichauf, denn in beiden Fällen ist kein Emittentenrisiko vorhanden, weil die Anteile der Anleger als Sondervermögen verwaltet werden. Bezüglich der Verfügbarkeit hat der ETF wiederum teilweise die Nase etwas vorne, denn diese Fondsanteile können an der Börse gehandelt werden.

Daher sind Kauf und Verkauf täglich im Grunde jederzeit möglich, während die Anteile beim klassischen Fonds an die Fondsgesellschaft zurück gegeben werden müssen. Zudem weiß man nicht im Voraus, welchen Preis man bekommt. Auch hier sorgt die Handelbarkeit an den Börsen natürlich für mehr Transparenz. Einen Nachteil weisen die ETFs derzeit nur darin auf, dass es noch keine so große Auswahl wie bei den klassischen Fonds gibt, vor allem im Bereich der Sparpläne. Dennoch sollte sich das Angebot in den nächsten Jahren noch deutlich vergrößern, denn insgesamt werden ETFs – mit Recht – immer beliebter.
 
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