Mittwoch, 27. Mai 2020

Zoll Bestimmungen - Bargeld bei der Einreise

Die unterschiedlichsten Urlaubsländer sind heute bei den Deutschen beliebt. Aber auch für Geldanlagen werden immer wieder andere Länder bevorzugt. Grund dafür ist die starke Verschwiegenheit der ausländischen Banken. Dabei ist zu beachten, dass man sein Geld in bar in diese Länder bringen sollte, damit der deutsche Staat auch wirklich nichts von der Geldanlage im Ausland erfährt. Das heißt, das Geld muss zunächst in Deutschland abgehoben werden, sodass man hier noch weitere Dinge beachten muss.

Grundsätzlich sind alle Barausführungen aus dem Lande, welche oberhalb von 15.000 Euro liegen nach dem Geldwäschegesetz anzumelden. Nicht angemeldete Bargeldtransporte darf der Zoll entsprechend einbehalten. Weiterhin besteht die Möglichkeit, kleinere Summen außer Landes zu schaffen. Allerdings gelten hier je nach Land andere Zoll Bestimmungen. Während in der Schweiz keine Höchstgrenzen gelten, müssen in Österreich schon Beträge ab 10.000 Euro angemeldet werden, in Frankreich liegt der Grenzbetrag um die 7.000 Euro. Je nachdem, wo man seine Geldanlage plant, muss man sich mit den regionalen Zoll Bestimmungen erst einmal auseinander setzen. Am besten informiert man sich hierbei via Internet oder bei den zuständigen Stellen vor Ort.

Grundsätzlich sollte man jedoch keine zu großen Barsummen ins Ausland einführen, um sich so vor der Zollfahndung zu schützen, bzw. vor deren Recht, die Gelder einzubehalten. Weiterhin ist stets darauf zu achten, dass man einen Nachweis über die Herkunft des Geldes mit sich führt. Die Banken im Ausland werden diesen Nachweis bei der Bareinzahlung ohnehin anfordern, um so zu erfahren, ob es sich um Schwarzgeld handelt oder nicht. Dafür reicht eine Auszahlungsquittung der deutschen Bank oder ein Kontoauszug, auf dem die Auszahlung erscheint.

Vor der Anlage von Bargeld im Ausland sollte man also stets genau Obacht geben, ob man hier tatsächlich unbegrenzt Bargeld einführen kann oder nicht. Außerdem sollte man sich über die Anlagemöglichkeiten im jeweiligen Land informieren und versuchen, herauszufinden, welche sich für den eigenen Bedarf tatsächlich lohnt und welche wohl eher nicht. Weiterhin wird man im Ausland sicher die eine oder andere Geldanlage finden, die hierzulande ebenfalls existiert, im Ausland allerdings meist etwas niedriger verzinst wird. Dies liegt vorrangig daran, dass man im Ausland von der höheren Verschwiegenheit der Banken profitiert, sich die Banken diese aber auch mit geringeren Zinszahlungen bezahlen lassen.

Mittlerweile finden sich auch verschiedene Dienstleister auf dem Markt, die den Bargeldtransport übernehmen, gegen Gebühr versteht sich, doch sollte man hier immer besonders vorsichtig sein. Denn grundsätzlich gilt, dass viele dieser Anbieter mit den Geldern verschwinden.
 
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