Freitag, 15. Dezember 2017

Finanzprodukte im Bereich der Anlagezertifikate im Vergleich

Zertifikate gehören sicherlich zu den Anlageprodukten, die für viele Anleger zunächst etwas undurchsichtig sind. Auch Experten sind dazu geneigt, die Zertifikate in erster Linie den erfahrenen Anlegern und Tradern zu empfehlen. Ein Grund ist neben der Komplexität der Produkte sicherlich auch die Tatsache, dass es verschiedene Arten von Anlagezertifikaten gibt, die sich im Detail deutlich voneinander unterscheiden können. Der wohl größte Unterschied besteht zum Beispiel zwischen den Hebelzertifikaten und den Garantiezertifikaten.

Das Hebelzertifikat ist fast schon mit einem Optionsschein zu vergleichen, da es mit einem Hebel ausgestattet ist. Dies ist einerseits positiv für den Anleger, weil er auf diese Weise überproportional hohe Gewinne erzielen kann. Andererseits ist der Hebel aber auch negativ, weil es meistens eine sogenannte „Knock-Out Schwelle“ gibt, ab der das Zertifikat dann wertlos ist. Eine ganz andere Art von Anlagezertifikaten sind die sogenannten Garantiezertifikate. Diese Zertifikate garantieren dem Anleger, dass er einen großen Teil seines investierten Kapitals auch dann behalten kann, wenn das Zertifikat deutliche Verluste zu verzeichnen hat. Aber auch diese Garantie hat auf der anderen Seite einen „Haken“, nämlich dass die möglichen Gewinne von der Höhe her begrenzt sind. Neben Hebelzertifikaten und Garantiezertifikaten gibt es noch einige weitere Varianten, wie zum Beispiel die Discount-Zertifikate. Das charakteristische Merkmal ist hier, dass der Anleger diese Zertifikate zu einem vergleichsweise günstigen Preis kaufen kann.

Dieser Abschlag (Discount) vom eigentlichen Wert bewirkt, dass die Rendite beim Verkauf höher ist. Allerdings gibt es diesen Discount nicht geschenkt, sondern auch hier ist entweder der mögliche Gewinn begrenzt oder es gibt eine Schwelle, ab der das Zertifikat deutlich weniger an Wert hat. Zu den beliebtesten Zertifikaten gehören sicherlich die Indexzertifikate, die im Grunde auch am besten zur mittel- und längerfristigen Anlage geeignet sind. Diese Zertifikate bilden im Prinzip einen Index ab, wie zum Beispiel den DAX-Index. Der Kunde kann sich auf diese Weise mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz an der Entwicklung des Aktienindex beteiligen und von steigenden Punktständen profitieren. Die meisten Anlagezertifikate haben eine begrenzte Laufzeit, aber es gibt auch die so genannten Open-End-Zertifikate. Diese Zertifikate laufen unbegrenzt und sind daher auch sehr gut für ein langfristiges Investment geeignet. Der Anleger hat nur noch die Qual der Wahl, für welche Art von Anlagezertifikat er sich letztendlich entscheiden soll.
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