Montag, 19. August 2019

Gute Renditen mit Ablauffonds erwirtschaften

Auf dem Finanzmarkt gibt es nicht nur viele einzelne Anlage- und Sparprodukte, sondern immer öfter bieten Banken, Fonds- und Versicherungsgesellschaften den Kunden auch an, bestimmte Produkte miteinander zu verbinden. Ein klassisches Beispiel für zwei Produkte, die zwar nach wie vor eigenständig sind, aber dennoch in gewisser Weise miteinander verbunden werden können, sind zum einen die Kapitallebensversicherung und zum anderen die sogenannten Ablauffonds. Die Kapitallebensversicherung wird in erster Linie genutzt, um die Familie für den Todesfall abzusichern.

Allerdings ist die Kapitallebensversicherung auch eine Versicherung für den Erlebensfall, was bedeutet, dass der Inhaber mit Ablauf des Vertrages eine bestimmte Kapitalsumme ausgezahlt bekommt. Für die Versicherer ist die Geschäftsbeziehung mit dem Kunden in der Regel nach Fälligkeit der Kapitallebensversicherung beendet. Damit dies nicht der Fall ist, sondern um den Kunden auch nach Ablauf der Versicherung noch weiter betreuen zu können, bieten mittlerweile diverse Versicherungen Ablauffonds an. Es handelt sich dabei um „ganz normale“ offene Fonds, wie zum Beispiel Aktienfonds. Der Sinn und Zweck der Ablauffonds besteht nun darin, dass das aus der Lebensversicherung frei gewordene Kapital, also die Auszahlungssumme, in diese Fonds investiert wird. Darüber hinaus kann zwischen dem Versicherer und dem Kunden eine ganz individuelle Vereinbarung getroffen werden, zu welchen Zeitpunkten aus dem Fonds heraus Auszahlungen erfolgen sollen, die zum Beispiel als monatliche Zusatzrente dienen.

Bei einem „normalen“ Rentenplan ist eine solch große Flexibilität meistens nicht gegeben. Die Ablauffonds werden übrigens im Normalfall nicht von der Versicherungsgesellschaft betreut, sondern von einer Kapitalanlagegesellschaft. Diese Tatsache ist für den Sparer durchaus ein Vorteil, denn in der Regel kennt sich die Kapitalanlagegesellschaft in diesem Bereich natürlich besser als ein Versicherer aus, was für den Kunden zu höheren Erträgen führen kann. Was die Auszahlungen angeht, so sind hier in der Regel auch Sonderwünsche kein Problem. So muss die Auszahlung zum Beispiel nicht jeden Monat gleich hoch sein, sondern es kann zum Beispiel auch vereinbart werden, dass in den Wintermonaten statt monatlich 300 Euro einfach 600 Euro ausgezahlt werden. Auch die Entnahme einmaliger und größerer Beträge stellt in der Regel kein Problem dar. Aufgrund der Vorteile sind Ablauffonds inzwischen für immer mehr Anleger und Sparer eine durchaus interessante Alternative geworden.
 
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