Sonntag, 26. Januar 2020

Vorschuss-Dividenden anstelle niedriger Zinsen

Viele Anleger schwören auf sehr sichere Anlageformen, wie zum Beispiel Tagesgeld oder auch manche Anleihen. Es gibt aber auch viele Anleger, die sich einen höheren Ertrag erhoffen und sich deshalb für etwas risikoreichere Investments entscheiden. Auch die Aktien fallen in den Bereich der Anlageformen, die mit einem höheren Risiko behaftet sind. Allerdings gibt es hier sehr große Unterschiede zwischen den vielen Aktien, die Anleger an der Börse erwerben können.

So nutzen manche Anleger zum Beispiel kleine Nebenwerte zum Spekulieren, während sich andere Anleger für Standardwerte entscheiden, die mit einer guten Dividendenrendite ausgestattet sind. Bei bestimmten Produkten ist es zudem möglich, eine sogenannte Vorschuss-Dividende anstelle niedriger Zinsen zu erhalten, wie sie zum Beispiel beim Tagesgeld derzeit angeboten werden. Bei Aktien erhält der Anleger natürlich in dem Sinne keine Vorschuss-Dividende, sondern die Dividende wird stets als Ausschüttung nach Ablauf des letzten Geschäftsjahres an die Anleger gezahlt. Darüber hinaus haben Aktien den Nachteil, dass sie als vergleichsweise volatil gelten, sodass es für den Anleger durchaus Kursrisiken gibt, die nicht unerheblich sind. Es gibt jedoch ein bestimmtes Finanzprodukt, welches die Eigenschaft besitzt, dass die höhere Volatilität in einem Vorteil umgewandelt werden kann. Zudem ist es dem Anleger möglich, vergleichsweise hohe Dividenden bei dennoch geringerem Risiko zu erhalten. Mit diesem Produkt sind in erster Linie die sogenannten Discount-Zertifikate gemeint, die es schon seit vielen Jahren am Markt gibt. Wichtig ist allerdings, dass das Discount-Zertifikat eine dividendenstarke Aktie als Basiswert hat.

Die angesprochene „Vorschuss-Dividende“ kommt nun bei diesen Discount-Zertifikaten dadurch zustande, dass das Zertifikat als solches mit zukünftigen Ausschüttungen „rechnet“ und auf diese Weise erst den Discount aufweisen kann, der es dem Anleger letztendlich ermöglich, das Zertifikat zu einem besonders günstigen Preis zu erwerben. In diesem Sinne hat der Anleger also mit einem Discount-Zertifikat ein Produkt im Depot, welches die zukünftige Dividende der jeweiligen Aktiengesellschaft schon beinhaltet. Insofern kann also indirekt von einer Vorschuss-Dividende gesprochen werden. Konkret kann sich der Anleger die Dividende im Prinzip immer für den Zeitraum „sichern“, in welchem das Zertifikat noch läuft. Kauft man also Anfang Juli 2013 zum Beispiel ein Discount-Zertifikat mit Laufzeitende 31.12. 2015, so kann man sich zweimal die Vorschuss-Dividende sichern.
 
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