Mittwoch, 12. August 2020

Renditemöglichkeiten bei Kursspekulationen

Am Finanzmarkt gibt es diverse Möglichkeiten, wie Anleger mit einer Geldanlage eine Rendite erzielen können. Die bekanntesten Ertragsarten sind sicherlich Zinsen und Dividenden. Während dem Anleger bei vielen Produkten Zinsen gutgeschrieben werden, zum Beispiel bei Spareinlagen, Tagesgeld, Festgeld oder verzinslichen Wertpapieren, ist die Dividende eine Ertragsart der Aktien. Zinsen und Dividenden sind jedoch nicht die einzigen Ertragsarten, die im Finanzbereich zu finden sind. Eine weitere Renditemöglichkeit sind zum Beispiel Kursgewinne, die der Anleger mit seinem Investment erzielen kann.

Wenn von möglichen Kursgewinnen gesprochen wird, dann handelt es sich oftmals nicht um eine klassische Geldanlage, sondern vielmehr um eine Spekulation. Zwar kann der Anleger natürlich auch bei einem langfristigen Investment in Aktien Kursgewinne erzielen, aber meistens verspricht sich der Kunde beim Investment eher einen kurzfristigen Erfolg, was dann mit dem Begriff Spekulation bezeichnet wird. Die Renditemöglichkeiten bei solchen Kursspekulationen sind nur schwer einzuschätzen, weil der mögliche Kursgewinn von vielen Faktoren abhängig ist. Ein wesentlicher Faktor ist zum Beispiel das Finanzprodukt, mithilfe dessen der Anleger die Kursgewinne erzielen möchte. Darüber hinaus spielt auch die Anlagedauer und letztendlich immer auch etwas Glück eine Rolle, wenn es um die Höhe der möglichen Gewinne geht. Zudem muss sich der Anleger bei einer Kursspekulation immer im Klaren darüber sein, dass aus dem erwarteten Gewinn sehr schnell ein Verlust werden kann, der sich bis zu einem Totalverlust ausweiten kann.

Insgesamt betrachtet sind die Renditemöglichkeiten bei einer Kursspekulation sehr umfangreich, denn je nach Produkt kann die Rendite vom Totalverlust (Minusrendite) bis hin zu einer Rendite von mehreren Hundert Prozent in nur wenigen Stunden reichen. Besonders bei den sogenannten Hebelprodukten kann die Rendite schnell astronomische Höhen erreichen, dann jedoch stets mit dem hohen Risiko eines Verlustes. So sind zum Beispiel beim Devisenhandel oder beim Handel mit Rohstoffen Renditen von 200, 300 oder 400 Prozent an einem Tag keine Seltenheit. Wichtig zu wissen ist bei Kursspekulationen und den daraus eventuell resultierenden Gewinnen, dass es sich immer nur um einen Vorsteuergewinn handelt. Denn seitdem die Abgeltungssteuer hierzulande eingeführt wurde, müssen sämtliche Kursgewinne als Einkünfte aus Kapitalvermögen versteuert werden. Wer also zum Beispiel durch eine Kursspekulation einen Gewinn von 2.000 Euro erzielt, der muss (unter Beachtung des Freibetrages) mitunter bis zu 500 Euro an Steuern einkalkulieren. Wer übrigens eine kalkulierbare Rendite haben möchte, für den sind Kursspekulationen vollkommen ungeeignet, da der Ertrag hier nie gewiss ist.
 
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