Freitag, 15. Dezember 2017

In Trading-Fonds ohne Ausgabeaufschlag investieren

Trading Fonds werden im Allgemeinen auch als No-load-Fonds bezeichnet. Diese zeichnet aus, dass sie gegenüber den herkömmlichen Fonds Angeboten ganz ohne Ausgabezuschlag auskommen. Dies ist sicherlich nicht in jeglicher Hinsicht vorteilhaft. Dennoch sind derartige Angebote für Kurzzeitanleger interessant. Das übliche Prinzip sieht einen Prozentsatz von etwa 3 bis 6% in Bezug auf die Ausgabeaufschläge vor. Realistisch sind in diesem Zusammenhang aber eher Werte von 5%. Dieser Prozentsatz geht nicht in die Investitionssumme ein. Hierbei verdient die entsprechende Gesellschaft, oder Bank also nicht schlecht. Besonders lohnenswert wird es bei höheren Anlagebeträgen. Schnell verdientes Geld würde man meinen. Eine Einschätzung die letztendlich jedem selbst obliegt.

Die Praxis zeigt jedoch, dass diese Vermutung durchaus zutreffend sein könnte. Ein Kunde, welcher nach einem nur kurzem Beratungsgespräch einen Fond im Wert von 50.000€ ersteht bringt der jeweiligen Vertriebsstelle circa 2200€. Diesbezüglich ergibt sich also ein durchaus respektabler Stundenlohn für Berater und Gesellschaft. Es stellt sich nun die Frage ob Gebühren in dieser Höhe gerechtfertigt sind. Immerhin geht diese gesamte Summe aus 5% in die Kasse des Fondsvertriebs. Letztendlich ergibt sich also keine Investitionssumme von 50.000€, sondern eine Einlage von 47.800€. Wer nicht mit diesen „Verlusten“ leben möchte der hat die Wahl stattdessen einen von der Ausgabegebühr befreiten No-load-Fonds zu wählen. Ein Problem stellt sich insofern dar, indem sich viele Kunden einfach blind in eine solche „Kostenfalle“ begeben ohne die aufkommenden Kosten in Frage zu stellen. Die Suche nach einer günstigeren Variante kann sich hierbei durchaus lohnen. Doch sollte man nicht davon ausgehen, dass man unter dem Stichwort „Trading-Fonds“ leicht etwas geschenkt bekommt. Dies ist sicherlich nicht der Fall. Die entfallenden Ausgabekosten werden im Falle des No-load-Fonds auf andere Gebühren übertragen.

Somit ergibt sich in den meisten Fällen etwa eine höhere jährliche Verwaltungsgebühr. Diese wird fast unmerklich etwa um einen Prozentsatz pro Jahr angehoben und generiert so eine „Wiedereinspielung“ des entsprechenden Betrages in 5 Jahren Laufzeit. Ein Zustand den ein Interessent in Betracht ziehen sollte. Nun stellt sich die Frage nach der günstigeren Variante. Die Wahl besteht zwischen herkömmlichen Fonds mit Ausgabeaufschlag und Trading Fonds ohne Ausgabekosten, stattdessen jedoch mit höheren sonstigen Gebühren. Hierbei kommt es nun darauf an, was für ein Anlagetyp man ist. Die Anlage über einen längeren Zeitraum von mehr als 5 Jahren ist sicherlich nicht prädestiniert für einen Trading Fonds. Dieser eignet sich eher für Kurzanleger. Wichtige Faktoren für die Abwägung dieser beiden Möglichkeiten sind die Wertentwicklung, der geplante Anlagezeitraum und die jeweilige Gebührenbelastung. Diese Faktoren sollten gebührend gegeneinander abgewogen werden um ein möglichst ideales Verhältnis herzustellen. Für Kurzanleger lohnt sich der Trading Fonds vor allem deswegen, weil die auf mehrere Jahre ausgelegten und leicht erhöhten Verwaltungsgebühren nicht so einschneidend zu Buche schlagen wie der 5%-Satz bei herkömmlichen Fonds.

Bezieht man nun beispielsweise einen Aktienfonds mit einer Wertentwicklung von 10% in die Überlegung mit ein, ergibt sich ein Zeitraum von circa 5 1/2 Jahren bis ein herkömmlicher Fonds günstiger wird als ein mit einem Prozent Aufschlag pro Jahr berechneten Trading Fonds. Im Allgemeinen spricht man drei verschiedene Varianten eines No-load-Fonds. Diese Unterscheidung ist recht simpel gestrickt. Man differenziert zwischen empfehlenswerten, geringfügig empfehlenswerten und nicht empfehlenswerten Fondsangeboten. Fonds sind überhaupt nicht zu empfehlen, wenn diese zusätzlich zum Gebührenaufschlag auf die Verwaltungskosten auch noch eine Rücknahmegebühr beinhalten. Diese zusätzlichen Kosten drücken nicht nur die Dividende sondern sind zu dem noch unbegründet. Ein identisches Pendant in Bezug auf den Ausgabeaufschlag ist immer ein negativer Hinweis für einen Fonds. Letzteres kann nur auf einen langen Zeitraum lohnenswert sein. Empfehlenswert sind besonders so genannte Exchange Traded Fonds. Diese sind Fonds, welche an der Börse notiert sind. Der Vorteil hierbei ist die ständige Handelbarkeit. Diese bilden einen bestimmten Index ab und sind somit gut durchschaubar.
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