Sonntag, 19. August 2018

Inhalte und Vorteile der Hebelfunktion beim Devisenhandel

Wer sich schon einmal mit dem Devisenhandel beschäftigt hat, dem wird sicherlich bereits aufgefallen sein, dass der Handel nur auf Basis des sogenannten Hebels funktioniert. Denn da am Devisenmarkt je nach Währung mindestens 10.000 Euro oder mehr eingesetzt werden müssen, könnten zahlreiche Anleger nicht am Forex-Trading teilnehmen, falls sie diesen Mindesteinsatz selbst aufbringen müssen. Glücklicherweise gibt es jedoch die zahlreichen Forex-Broker, die einen Hebel zur Verfügung stellen, sodass der Kunde nur einen geringen Teil des Gesamtbetrages selbst aufbringen muss. Je nach Broker und Währung bewegen sich die Hebel in der Praxis zwischen 50:1 und 400:1, sodass der Kunde beispielsweise selbst nur 100 Euro aufbringen muss, falls er einen Gegenwert von 10.000 Euro handeln möchte.

Die Hebelfunktion, die heute von allen Forex-Brokern angeboten wird, beinhaltet also vereinfacht dargestellt, dass der Broker dem Kunden Geld leiht, mit dem dieser handeln kann. Diese Hebelfunktion ist gleichzeitig auch der große Vorteil des Hebels, denn wie bereits kurz angeführt, könnten sich viele Anleger gar nicht am Devisenhandel beteiligen, wenn es den Hebel nicht geben würde. Darüber hinaus beinhaltet der Hebel aber noch einen weiteren wichtigen Vorteil, nämlich die Möglichkeit, dass der Anleger mit dem Devisenhandel in nur kurzer Zeit vergleichsweise hohe Gewinne erzielen kann. Diese hohen Gewinne basieren darauf, dass der Anleger vom Broker ein Vielfaches des eigenen Kapitals geliehen bekommt. Der Kunde setzt also beispielsweise 100 Euro ein, bekommt dann vom Broker den 100-fachen Betrag geliehen und kann den daraus resultierenden Gewinn behalten.

Somit setzt der Anleger beispielsweise nur 100 Euro eigenes Kapital ein, kann aber von einem Gewinn profitieren, der sich auf Basis des Einsatzes von 10.000 Euro ergibt. Somit würde ein Kursanstieg von lediglich drei Prozent dazu führen, dass der Kunde bei einem Hebel von 100:1 einen Gewinn von 300 Euro erzielt, obwohl er selbst nur 100 Euro investiert hat. Neben diesem Vorteil beinhaltet die Hebelfunktion allerdings natürlich auch ein Risiko. Denn das eigene Kapital dient als sogenanntes Margin, welches jedoch relativ schnell aufgebraucht sein kann. Bei einem Hebel von 100:1 beträgt das Margin mindestens ein Prozent. Sollte sich der Kurs der gehandelten Währung jedoch negativ entwickeln und mehr als ein Prozent sinken, so wäre das vorhandene Margin nicht mehr ausreichend. Erhöht der Anleger sein Margin in diesem Fall nicht, so würde die Position vorzeitig geschlossen werden und das eingesetzte Kapital wäre verloren. Daher wird Anfängern im Bereich des Devisenhandels fast immer empfohlen, zunächst mit relativ niedrigen Hebeln zu handeln.
 
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