Sonntag, 29. November 2020

Schuldenberatung muss kostenfrei sein

Immer mehr Menschen werden von der Last ihrer Schulden erdrückt. Zu groß ist für viele die Versuchung, einfach auf Kredit zu kaufen oder eine Zahlpause eingehen zu können. Demzufolge häufen sich die Schulden immer schneller an und die Schuldenberge werden schnell unüberschaubar groß. Doch mit der richtigen Schuldenberatung kann man sein Leben und vor allem seine Schulden einfach wieder in den Griff bekommen. Die Schuldenberatung findet man in jeder größeren Stadt, sie wird in der Regel von wohltätigen Organisationen angeboten.

Demzufolge ist eine gute Schuldenberatung auch grundsätzlich kostenfrei und will dem Schuldner nicht noch mehr Schulden verursachen. Doch damit die Schuldenberatung helfen kann, muss der Schuldner sich sein Problem erst einmal eingestehen. Er muss sich darüber klar werden, dass er mit seinen Schulden selbst nicht mehr zurecht kommt und nach Mitteln und Wegen suchen, diese abzubauen. Dafür ist die Schuldenberatung da. Gemeinsam mit dem Schuldner wird erst einmal eine Bilanz gezogen, wie hoch die tatsächlichen Schulden sind. Dafür muss der Schuldner selbst jedoch mitarbeiten. Er muss alle Belege, alle Rechnungen und Mahnungen, sowie evtl. bestehende Mahnbescheide beibringen. Erst wenn alle Belege und Schulden offenbart werden, kann die Schuldenberatung eine Strategie planen. Nachdem die gesamten Schulden ermittelt wurden, müssen evtl. bestehende Zahlungspläne betrachtet werden. Werden diese beglichen oder sitzt man die Angelegenheiten allesamt einfach aus? Wie hoch ist das monatliche Haushaltseinkommen und welchen Betrag kann man von diesem für die Tilgung der Schulden einsetzen? Diese Frage steht ebenfalls ganz am Anfang einer Schuldenberatung. Oftmals ergibt sich aus den monatlichen Einnahmen und Ausgaben ein erschreckendes Bild.

Nicht selten sind Ausgaben höher, als die Einnahmen und der Schuldenberg steigt mit jedem Monat weiter an. In diesem Fall hilft nur eisernes Sparen und als letzter Schritt die Einleitung des Verbraucherinsolvenzverfahrens. So erhalten die Schuldner eine Chance, eines Tages wieder ein normales Leben ohne Schulden führen zu können und von vorne zu beginnen. Dafür ist jedoch eiserne Disziplin erforderlich, denn das Verbraucherinsolvenzverfahren bedeutet, dass man für sechs Jahre am Existenzminimum leben muss. Lediglich der eigene Selbstbehalt darf behalten werden, alle anderen Einkünfte müssen an die Gläubiger ausgezahlt werden.
 
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