Sonntag, 21. Oktober 2018

Vorsorgeversicherung zur finanziellen Absicherung

Der Begriff der Vorsorgeversicherung ist nicht ganz einfach zu erläutern, da er in der Praxis unterschiedlich verwendet wird. Im engen Sinne ist die Vorsorgeversicherung zum Beispiel eine Versicherung, die einen bestimmten Zeitraum überbrückt, was die Deckung eines speziellen Risikos angeht. Besteht zum Beispiel eine Gebäudeversicherung, bei der es jedoch noch keinen Schutz im Bezug auf Elementarschäden gibt, dann kann der Versicherungsnehmer diesen zusätzlichen Schutz natürlich mit dem Versicherer vereinbaren.

Bis zum Zeitpunkt, an dem der neue Vertragseinschluss wirksam wird, kann die vorübergehende Vorsorgeversicherung abgeschlossen wird. Somit wird das Risiko ausgeschlossen, dass in der Übergangszeit ein Schaden entsteht und dieser nicht durch eine Versicherung abgedeckt wird. Mit dieser engen Bedeutung wird der Begriff der Vorsorgeversicherung allerdings eher selten verwendet. Wesentlich häufiger ist ein Paket von Versicherungen gemeint, wenn von der Vorsorgeversicherung gesprochen wird. Es handelt sich meistens um die gängigsten privaten Versicherungen, wie zum Beispiel die Privathaftpflicht, die private Unfallversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung. All diese und noch weitere Versicherungen dienen in erster Linie der finanziellen Absicherung, falls ein bestimmter Schaden eintreten sollte, den der Versicherte sonst selbst begleichen müsste. Viele Anbieter fassen in der Vorsorgeversicherung ein Bündel von privaten Versicherungen zusammen, die zwar in dem Sinne Einzelverträge darstellen, im Zuge der Vorsorgeversicherung aber dennoch miteinander verbunden sind.

Dies heißt für den Kunden meistens auch, dass die einzelnen Vertragsbestandteile zusammengehören, sodass nicht nur einzelne Elemente gekündigt werden können. Meistens wird die Vorsorgeversicherung mit dem Argument angeboten, dass der Gesamtbeitrag (deutlich) geringer ist, als wenn die enthaltenen Versicherungen als Einzelverträge abgeschlossen würden. Ein typisches Beispiel ist zum Beispiel die Versicherung mit der Bezeichnung „ProWohnen“, in der zum einen eine Hausratversicherung und zum anderen eine Privathaftpflichtversicherung enthalten ist. Ähnliche Varianten werden von einigen Versicherern angeboten und tatsächlich kann sich aus der Kombination der Verträge für den Kunden durchaus eine Preisersparnis ergeben. Wichtig ist allerdings, dass der Kunde darauf achtet, ob er auch wirklich alle einzelnen Bestandteile der Vorsorgeversicherung benötigt. Denn enthält das Paket Bestandteile, die eigentlich gar nicht gewünscht sind, wäre dies natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
 
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