Mittwoch, 16. Oktober 2019

Versicherungs-Check - welche Versicherungen Familien wirklich brauchen

Keine Frage, Versicherungen sind wichtig. Doch ebenso wie lebensnotwendige Versicherungen gibt es auch Policen, auf die man gut und gerne verzichten kann. Mit der richtigen Wahl der Versicherungen können Familien viel einsparen pro Jahr. Ein Versicherungscheck bringt hierbei jeweils ans Licht, in welchen Punkten man über- oder gänzlich falsch versichert ist.

Zunächst sollte man sich im Klaren darüber sein, welche Versicherung notwendig sind, und welche überflüssig. Neben der für jedermann obligatorischen Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) ist die Privathaftpflichtversicherung unbedingt notwendig, auf sie sollte man auf gar keinen Fall verzichten, zumal sie nur mit einem geringen Betrag pro Jahr (zwischen 30 und 100 Euro) zu Buche schlägt.

Prinzipiell muss man Versicherungen natürlich immer im Zusammenhang mit der jeweiligen Situation des Versicherungsnehmers betrachten um zu entscheiden, ob sie sinnvoll sind oder nicht: Kfz-Vollkaskoversicherung - sinnvoll, wenn man einen neueren bzw. einen Neuwagen hat, Tierhalterhaftpflichtversicherung - natürlich nur dann sinnvoll, wenn die entsprechenden Tiere im Haushalt vorhanden sind, Hausratversicherung - macht bei hochwertigem Hausrat Sinn, Rechtsschutzversicherung - sinnvoll zum Beispiel bei Selbständigkeit.

Rürup-Rente - unter Umständen sinnvoll, wenn man selbständig ist und gut verdient, Krankenhauszusatzversicherung - sinnvoll, wenn man oft im Krankenhaus ist und Extraleistungen wünscht, Kapitallebensversicherung - sinnvoll nur, wenn man selbständig ist und über dem Sparerfreibetrag liegt, Direktversicherung inklusive Berufsunfähigkeitsversicherung - ggf. sinnvoll als Altersvorsorge, und eine Glasversicherung - sinnvoll beim Vorhandensein großer Glasflächen.

Weiterhin als sinnvoll zu betrachten sind Unfallversicherungen für die jeweils vorhandenen Kinder, sofern keine Kinderinvaliditätsversicherung vorhanden ist, eine Unfallversicherung für Erwachsene, sofern keine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsversicherung vorhanden ist und eine Risikolebensversicherung, die die Familie für den Fall, dass der Hauptversorger stirbt, absichert.

Bevor eine Police abgeschlossen wird, solle man unbedingt vergleichen, denn es bestehen je nach Versicherungsgesellschaft enorme Preisunterschiede. Von überteuerten und auch überflüssigen Versicherungen sollte man sich umgehend trennen. Der Basisschutz der Familie ist das A und O - die Privathaftpflichtversicherung, wobei die Versicherungssumme mindestens 3 Millionen Euro abdecken, der Vertrag trotzdem preiswert sein sollte. Wichtig ist außerdem, dass der Hauptversorger der Familie bei Berufsunfähigkeit und Todesfall versichert ist, damit die Hinterbliebenen im Fall der Fälle nicht mittellos dastehen.
 
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