Mittwoch, 16. Oktober 2019

Payback und Co. - funktioniert Sparen mit Kundenkarten wirklich?

Kundenkarten gibt es in Deutschland und vielen anderen Ländern wie Sand am Meer, und die meisten haben natürlich das Ziel, Kunden langfristig an sich zu binden. Das Interesse der Kunden hingegen ist es vielmehr, beim Einkaufen zu sparen. Wie gut das tatsächlich klappt, ist davon abhängig, ob im Programm der Kundenkarte ein Rabattsystem überhaupt vorgesehen ist.

Zudem sind Kundenkarten nach wie vor stark umstritten: die einen sind begeistert und nutzen die Kundenkarten, um zu sparen, andere sehen sich „zum Kauf verlockt“ und sind sich nicht sicher, was mit ihren Daten, die angegeben werden müssen, so geschieht. Zumindest was den letzten Punkt angeht, sollte man als Verbraucher doch genauer hinsehen, „Datenschutz“ wird bei vielen Firmen leider nicht großgeschrieben.

Was macht eine perfekte Kundenkarte aus, worauf sollte man als Kunde achten? Auf jeden Fall sollte es sich nicht nur um eine Kundenkarte, sondern auch um eine Rabattkarte handeln, wobei sich der Rabatt auf mindestens 3 Prozent belaufen sollte, und zwar regelmäßig und unbefristet. Dieser Rabatt von drei Prozent sollte auch unabhängig von einem eventuellen Mindestumsatz gewährt werden.

Bei vielen Kundenkarten ein Problem ist, dass die gesammelten Punkte, die dann wiederum in Rabatt oder Bargeld umgerechnet werden, nach einer Weile verfallen. Der Kunde muss sich also tatsächlich mit seiner Kundenkarte beschäftigen und auseinandersetzen, wenn er seine gehamsterte Ersparnis nicht doch wieder einfach so verlieren möchte.

Kunden sollten so oder so die Konditionen bezüglich der Kundenkarte genau durchlesen - das Stichwort ist Datenschutz. Denn bei den Kundenkarten wird, je nachdem, eine Menge an Daten gespeichert: was kauft der Kunde? Wann kauft der Kunde? Wo kauft der Kunde? Ein Augenmerk sollte auf den Umstand, ob diese Daten weiterverkauft und ausgewertet werden, gelegt werden - wie viel „gläserner Bürger“ man sein möchte, hat natürlich jeder selbst zu entscheiden, nur sollte man es sich gut überlegen, ob man wegen maximal 100 Euro Ersparnis pro Jahr sein Einkaufsverhalten dermaßen offenbaren möchte.

Bekannte Kundenprogramme sind zum Beispiel die Payback Karte, die DeutschlandCard und Miles & More - um mal die Marktführer, die einen Anteil von 75 % aller Kundenkarten ausmachen, zu nennen. Zu diesen drei „Riesen“ gesellen sich aber noch viele weitere Anbieter, wie zum Beispiel Douglas, Tchibo PrivatCard, BahnCard, The Body Shop, Mexx, SinnLeffers, Adler, Ikea Family, Conrad Electronic, Ulla Popken etc.

Wichtig ist und bleibt der Unterschied zwischen Rabattkarten und Statuskarten: finanziell lohnend sind Rabattkarten genau dann, wenn man Stammkunde der teilnehmenden Geschäfte ist. Bei den Statuskarten werden meistens keine Rabatte, dafür aber andere Vorteile geboten, hier sollten Kunden verstärkt darauf achten, welche Daten sie von sich zur Anmeldung am Kundenprogramm preisgeben.
 
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