Dienstag, 30. November 2021

Strategische Anlage-Investments und Dotcom-Blasen meiden

Es ist noch nicht allzu lange her: In den späten 90er Jahren verbreitete sich das Internet schnell, immer mehr private Nutzer hatten Zugriff auf das Netz und wurden zu potenziellen Onlineshoppern. Angetrieben durch diese Euphorie wurden zahlreiche Unternehmen gegründet, deren Geschäftsmodelle auf die eine oder andere Weise mit dem Internet verbunden waren. Die Folge waren viele Börsengänge und ein ungekannter Kursanstieg von Technologie-Aktien - die sogenannte Dotcom-Blase, die schließlich platzte und viele Anleger mit hohen Verlusten zurückließ. Zwar sollte man meinen, dass Investoren daraus gelernt hätten, dies ist jedoch nicht der Fall.

Noch immer kommt es auf vielen Märkten dazu, dass sich Blasen bilden, die für Anleger mit großen Gefahren verbunden sind. Vor allem dann, wenn es bei der Geldanlage um die Absicherung für das eigene Alter geht, will man derartige Risiken nicht eingehen. In solchen Fällen sollte man sich eher für strategische Anlage-Investments entscheiden, bei denen die mögliche Rendite zwar ein wenig geringer ist, gleichzeitig reduziert sich durch bestimmte Strategien bei der Geldanlage jedoch das Risiko deutlich. Die Gefahr, durch Kursstürze wie die Dotcom-Blase Geld zu verlieren, wird auf diese Weise minimiert. Besonders wichtig ist bei einem strategischen Anlage-Investment die Diversifikation.

Im Klartext bedeutet das, dass nicht das gesamte Kapital für den Kauf von Aktien eines einzelnen Unternehmens oder von Anteilen eines einzelnen Investmentfonds verwendet werden sollte. Vielmehr ist es wichtig, in verschiedene Branchen und nach Möglichkeit auch in unterschiedliche Wertpapierarten zu investieren. Auf diese Weise ist selbst die schlechte Entwicklung einer bestimmten Branche nicht verheerend für das eigene Vermögen, stattdessen reduzieren sich die Verluste auf einen gewissen Prozentsatz. Gerade bei einer langfristig orientierten Geldanlage ist es zudem möglich, das Depot im Laufe der Jahre nach und nach umzuschichten. So kann man bestimmte Wertpapiere dann kaufen, wenn diese auf einem historisch betrachtet niedrigen Stand sind und so davon profitieren, wenn deren Kurs mittel- bis langfristig steigt.

Umgekehrt können Aktien oder Fondsanteile bei hohen Kursen verkauft werden, um die sonst nur virtuellen Kursgewinne in echte Gewinne zu verwandeln. Um Blasen zu vermeiden, gibt es noch einen weiteren wichtigen Ratschlag. Hohe Gewinne innerhalb weniger Wochen oder Monate sind selten nachhaltig. Ganz selten entwickeln sich Märkte tatsächlich neu, so dass derartige Wachstumsraten über eine gewisse Zeit gerechtfertigt sind. Häufig handelt es sich hingegen um Übertreibungen, die gierige Marktteilnehmer dazu veranlassen, selbst zu einem relativ späten Zeitpunkt noch einzusteigen und so hohe Verluste zu riskieren.
 
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